9. Teil - Cairns, Mossmann, Port Douglas, Townsville, Airlie Beach, Mackay, Emerald, Sapphire,Gemfields
Samstag
04.05. Port
Douglas, Cairns
Es hat die ganze Nacht geregnet, dank Ohrstöpsel war das Prasseln auf dem
Wagendach nicht zu hören.

Nach einem Poolbesuch gings dann eine halbe Std die Tablelands sehr steil hinunter. Lag doch höher als ich dachte. Unten wieder Regen, alles tropisch bewachsen und alles voller

Zuckerrohrfelder in der "sugar cane region".
In 10 bis 15 Jahren wird es die vielleicht nicht mehr geben. Der Zuckeranbau lohne sich einfach nicht mehr - zu harte Arbeit und zu geringe Erträge auf dem Weltmarkt.

Bin kurz nach Mossmann reingefahren, ist aber nur eine lange gepflegte
Strassenansiedlung mit ein paar Häusern hintendran. Danach im strömenden
Regen nach Port Douglas, der Geheimtip einiger Leute.

Wunderschön sind die Resorts in der Vegetation versteckt, so müssten
alle Urlaubsorte sein. Von einem Aussichtsberg direkt am Meer habe ich einen
tollen Überblick über Hafen und Strand.

Leider alles regenverhangen. Weiter nach Palm Cove wo neben dem Zoo eine
Opalmine ist mit kostenloser Besichtigung und Kaffee bzw Tee umsonst. Nach einiger
Zeit komme ich auch mit dem Besitzer ins Gespräch. Er merkt das ich einiges
von Opalen verstehe und wir kommen ins Geschäft. Kaufe zwei Ringe. Die
Diskussionen und meine Lehre in Coober Pedy zahlen sich aus. Zum Abschied gibt
er mir noch einen von ihm für eine Zeitung geschriebenen Artikel mit, der
allerdings mit Klischeen sehr überladen wirkt. Weiter im Regen nach Cairns.
Auf dem Weg dort hin komme ich auch bei Croc Harry vorbei. Er begann
mit einem dressierten Croc und hat jetzt 20 Jahre später eine gutgehende
Farm. Leider hat er die gleichen hohen Preise für seine Gürtel, wie
die andern, deswegen gehts weiter zur Cable Rail, auch Sky Train
genannt.

Die Seilbahn ist 7,5km lang und der höchste Tragpfeiler 40,5m hoch. Mit
40 Gondeln in denen 6 Personen Platz haben geht es über die Baumwipfel
am Anfang erstmal 545m hoch in den Regenwald.

Zwischen drin 2 Stationen. Mehrere Ranger machen in der ersten Station Führungen.
Die 2. Station ist mit Computern ausgerüstet zur Selbstbedienung über
alles Wissenswerte zu Flora und Fauna. Der Ranger fragt mich übrigens,
ob ich in Australien lebe. Anscheinend ist mein australischer Akzent etwas
besser
geworden und unterscheidet sich inzwischen von dem der Kurzzeit-Touristen.

Aber ob die Gondelfahrt die 53$ hin und zurück Wert war. Ich meine Nein,
aber andere sehen das wohl anders.
Mein Spaziergang durch
den Regenwald zum Krater, gab mir genausoviel und die Informationen, was
die Abos mit welchen
Pflanzen gemacht haben, vergisst man wieder. Ich weiss jetzt, mit welchen
Beeren man einem für Std das Augenlicht rauben kann und welche Blätter zum
Betäuben von Fischen notwendig sind.
Das Erlebnis aber ist der Gesamteindruck. Danach suche ich mit einen Camp
Ground 10km von der Stadt weg. Die Camp Ground Kette "Big 4" für
20$ ist zwar ihr Geld absolut Wert, aber ich will auf dem Platz nicht Urlaub
machen und relaxen,
sondern nur übernachten und duschen. Auf der andern Strassenseite will
einer nur 15$. Ich handle mit ihm und bekomme die Nacht für 10$. Danach
ab nach Cairns ins Nachtleben.
Cairns
Neben Alice Springs das Mekka für Touristen und überall
High Life. Futtere mich hier und da mit allen möglichen Snacks durch.
Jetzt nachdem ich fast ganz Australien sah kann ich sagen, nirgendwo in dieser Konzentration bekommt der typische Souvenier Tourist alles was sein Herz begehrt und zu den günstisten bis teursten Preisen. Ich hab mich meistens in den Juweliergeschäften rumgetrieben und über Opale diskutiert. Inzwischen kann mir keiner mehr was erzählen, ich aber ihm. Die allermeisten sind nur Verkäufer. Mit einem Ladenbesitzer der selbst Opalcutter ist und mit seiner Familie, die Fassungen kreiert und selbst herstellt, diskutiere ich eine Zeitlang über die beste Art des cuttens und schleifens. Habe dort die allerschönsten Boulder Australiens gesehen. Extra für mich aus dem Safe geholt. Die Leute sind trotz Dauerregen gut gelaunt. Es wird viel getrunken und gefeiert.
Um 10 Uhr hab ich noch für morgen getankt und endlich mal wieder einen Staubsauger für die Wagenreinigung gefunden. Danach 30min zum Zeltplatz. Es regnet wieder in Strömen. Morgen will ich weiter in den Süden, wo es trockener ist.
Sonntag
05.05. Rollingstone
Es hat die ganze Nacht geregnet. Im Auto hat sich über dem Fahrersitz durch
die Feuchtigkeit der angeklebte Himmel gelöst.

Manchmal tropft Kondenswasser runter. Die Luftfeuchtigkeit ist zu hoch. Hab
die Nase voll und will in den trockeneren Süden so schnell wie es geht.
Es regnet den ganzen Tag mit kurzen Pausen.
In Edmonton bei Cairns besuche ich Australiens grösste Krokodilfarm.
Liegt im Sumfgebiet. Am Eingang steht " bin in 10min zurück ".
Es dauert 1,5Std. Während
dieser Zeit unterhalte ich mich mit 3 Italienern, die im gemieteten Brietz
Bus die Ostküste hochreisen. Sie geben mir einige gute Tips. Alle 3
werden hier in den Mangrovensümpfen von Moskitos sehr geärgert.
Von Fraser
Island sind sie noch jetzt schlimm verstochen. In diesen 1,5 Std hat mich,
ohne das ich Spray benutzt habe, kein einziger Mosqito geärgert. Ich
erkläre
ihnen den Grund, nämlich viel Steaks, Bier und keinen Rotwein und Pasta.
Sie glauben mir das. Der beste Beweis bin ja ich. Das mit dem Bier stimmt
allerdings
nicht, aber auch da ist Vitamin B drin. Was sagt man nicht alles um der Bierindustrie
zu helfen. Auch ein Krokodil ärgern wir mit einem Ball. Es ist niemand
da, wegen einer momentanen Führung. Leider bekommen wir dann z.T. nicht
die benötigten Gürtellängen. Der Preis ist wie vermutet mit
150$ der günstigste. In Broome 250 und in Cairns 180$. Ich kaufe 2
Schlüsselbünde
mit Krokodil Schwanz. Die reinen Zähne sind mit 15$ sehr teuer und mickrig
klein.
Es geht weiter über 200km an Zuckerrohrfeldern und

Bananenplantagen vorbei.
Anscheinend führt diese Monokultur zu einer Abwanderung der Bevölkerung in andere Städte. Man sieht Protestschilder am Strassenrand. An Tully dem verregnetsten Ort Australiens geht's vorbei und ich schaue ich mir einige Strände an. Hinchinbrook NP muss bei besserem Wetter wohl wunderschön sein. Mir ist es hier zu gewagt zu bleiben.
In Rollingstone an der Halifax Bay finde ich einen offiziellen Bush Parking Area, wo man bis zu 48Std unentgeltlich campen darf. Allerding nur einmal die Woche. Es wird kontrolliert. Liegt an einem See. Ich lasse die Fenster zu, dann kommen auch keine Mossies rein. Bin für die, wie sich heute morgen zeigte, zwar nicht erste Wahl, aber wenn nicht besseres da ist, gehn die auch an mich. Und die chem. Keule "Rid" setze ich nur ungern ein.
Der Regenwald zwischen Cooktown und Townsville macht nur etwa ein Promille der Landmasse Australiens aus, aber hier leben 50 Prozent der Schmetterlinge und Süßwasserfische und 36 Prozent der Farne des ganzen Kontinents.
Montag
06.05. Townsville
Um 8 Uhr Abfahrt nach Townsville. Nach einer halben Std bin ich am Ortsanfang.
Es ist eine flächenmässig grosse Stadt mit Hafen, welche das Erz
von
Mt. Isa verschifft. Mir fällt die Stille und die geschlossenen
Geschäfte
auf. Es ist Labour Day. Warum die überall am 1. Mai demonstrieren und
heute nochmal verstehe ich nicht.
Um mir einen Überblick zu verschaffen fahre ich den Castle Hill hoch von
wo man

von 3 Gipfeln einen herrlichen windigen und kühlen Blick über die
Stadt und nach Magnetic Island hat. Dort soll es massenweise Koalas
geben. Hab zwar noch keinen wild lebend hier gesehen, aber der Zeit Aufwand
und die Kosten sind mir
zu hoch. Stattdessen erscheint mir der Strand die bessere Alternative. Dort
haben die Gewerkschaften ein Podium mit Musik Band und einige Stände
organisiert. Ein Marsch mit allen Gewerkschaften entlang der Esplanade,
die hier "The
Strand" heisst, endet dort.

Schaue und höre eine Weile zu. Die Probleme sind die gleichen wie bei
uns. Danach gehe ich im Meer schwimmen. Überall sind Netze gespannt,
um Stinger freie Zonen zum Baden zu haben. Die Box Jellyfish (Würfelqualle,
Seewespe) sind lebensgefährlich.
Ihr
Gift kann Menschen töten. Einige andere schmerzhafte Arten gibt es
ebenfalls. Die Gebiete sind bewacht und sogar, da auch Nachts gebadet wird,
beleuchtet. Habe mit Süsswasser abgeduscht und trockne mich auf einer
Bank, da werde ich angesprochen, ob da noch Platz ist, und dann " was
ist Norbert erkennst du mich nicht ". Ich bin sehr überrascht erkenne
ihn im ersten Augenblick nicht. Es ist mein Campnachbar Martin Walliman aus
Coober Pedy mit
dem ich mich dort einen ganzen Abend unterhielt. Auch er musste erst 2mal schauen,
ob ich es tatsächlich bin. Das war vielleicht eine Wiedersehensfreude.
Mit Martin liege ich total auf einer Wellenlange. Er hat die gleiche Weltanschauung
und die gleiche Lebenseinstellung wie ich, was dann auch zu den gleichen Reiseerlebnissen
und Erfahrungen führte. Im Gegensatz zu vielen anderen Reisebekanntschaften,
sah er Australien mit offenen Augen und genoss jeden Augenblick speziell des
Outbacks. Er verliess Coober Pedy nach Norden ich nach Süden. Bis wir
uns hier wieder traffen bin ich 13.000 km gefahren und es sind 43 Tage vergangen.
Die Welt ist anscheinend doch klein. Klar das wir viel zu erzählen hatten.
Und so verging der ganze Nachmittag bis es dunkel wurde wie im Fluge. Leider
musste ich mich dann verabschieden, da ich noch keine Bleibe hatte.
Sein nächstes Reiseziel ist wie meins Airlie Beach. Vielleicht, so es der
Zufall will, treffen wir und dort wieder. Er wie ich hatten uns noch lange nicht
alles erzählt, was wir erlebten.
Und wieder ab in die Pampa, ich meine Bush heisst es nun nicht mehr. Die Gegend
ist besiedelt und wird intensiv genutzt. In einem Zuckerrohrfeld parke und schlafe
ich im Wagen.
Di 07.05.
Airlie Beach
Heute morgen um 7 Uhr wieder auf Tour durch Zuckerrohr und Feldgebiet.
Die haben Folien gelegt. Viele Reihen. Für was keine Ahnung und warum .
Es ist jetzt 30 Grad warm. Ayr ist eine schöne Stadt mit interessanten
Einkaufsstrassen. Die nächste Stadt Bowen ganz das Gegenteil. Wenig
los. In der Stadt Abzweig nach Airlie Beach, kaufen viele Lebensmittel ein,
die an der Küste Ihre Ferien verbringen. Ich tu das auch bei Woolworth.
Die haben mitten im Ort nicht nur eine öffentliche Toilette, sondern gleich
auch eine Dusche, welche sofort benutzt wird. Muss mich nicht mal umziehen.
Habe jetzt nur noch Badehose und Hemd an. Danach nach Airlie Beach, ein heisses
Pflaster.
Heimatort von Rob Bredl bekannt in Deutschland durch seine Fernsehserie "Killer Instinct". Er geht stets barfuss und fängt Tiere seit er ein kleiner Junge war. Gemeinsam mit seinem Vater, einem der bekanntesten Reptiliensammler des Landes, startete Rob Bredl die erste erfolgreiche Krokodilfarm in einer kleinen Aborigine Gemeinde. Heute betreiben er und sein Bruder Joe den "Barefoot Bushman Wildlife Park" in Airlie Beach.

Hier verbringen die Queensländer ihre Ferien auf den Whitsunday Islands.
Eine Insel schöner wie die andere. Es gibt jede Menge Freizeitangebote.
Alles sehr teuer. Lege mich erst mal bei Ebbe an den Strand und nehme ab und
zu eine Dusche. Mein Wagen steht auf dem anscheinend einzigen gebührenfreien
Parkplatz. Heute abend, wenn alle in den Ort strömen bin ich froh, wenn
ich einen habe. Um 16Uhr ist wieder das Wasser da. Die Sonne kommt und geht,
so lässt es sich aushalten. Gehe um 5Uhr die Geschäfte anschauen.
Auf ein Steak habe ich keine Lust mehr, da ich mittags schon einen halben rooster
(Hähnchen) hatte. Für morgen habe ich eine Überfahrt auf die
Hook Insel mit Zeltübernachtung in einem Nationalpark für 50$ gebucht.
Die Insel gehört zum Great Barrier Reef dem längsten und schönsten
der Welt. Man kann es sogar vom Mond aussehen,als das grösste von Lebewesen
auf der Erde erschaffene Bauwerk.
Mi 08.05.
Hook Island
Habe mir bis 9 Uhr gestern Opale angeschaut. Und wollte dann auf die Suche nach
einem Übernachtungsplatz gehen. Als ich bei meinem Parkplatz ankam, stellte
ich fest, das schon etliche andere Kombis und Busse auch da standen. Ein Engländer
neben mir meinte, übernachten wäre ohne Problem hier möglich,
gerade mal 100m von den öffentlichen Toiletten und 4Duschen weg. Airlie
Beach ist ein fantastischer Standort für Leute mit wenig Geld. Bei dem
Parkplatz nebenan haben sie allerdings und das sah ich zum ersten Mal ein Schild
angebracht, dass das übernachten und bleiben über Nacht mit 50$ bestraft
wird und max 500$ betragen kann. Es gibt also doch Möglichkeiten das Schlafen
im eigenen Wagen zu verhindern. Auf die Formulierung kommt es an. Campverbot
alleine reicht nicht.
Am Morgen nach einer Dusche und nicht wie im Busch nach dem übergissen
mit einer Flasche Wasser, nach der man übrigens genauso sauber ist, Fahrt
zum Hafen. Jede Menge Parkplätze von 6-8$ pro Nacht. Nach einem Gespräch
mit einem Wachmann erfahre ich dass auf dem Hügel am Hafen ein gebührenfreier
Parkplatz ist, mit einer langen Holztreppe hinunter zum Hafen. Entfernung vergleichbar
mit den andern.18$ gespart für 3 Nächte. Mit der Zeit lernt man,
dass man sich mit den Einheimischen unterhalten muss. Wer zu viel Geld hat
ist leicht
in Gefahr es auszugeben und wer keins hat lebt auch nicht schlechter oder kommt
auch durch.
Die Fahrt auf die Insel kostet 36$ die Übernachtung dort auf dem Zeltplatz nochmal 15$.Teuer für eine Std Fahrt. Aber das Hook Island ist die nächste zweitgrösste Insel direkt neben der grössten namens Whitsunday Island, gelegen, welche der ganzen Inselgruppe den Namen gegeben hat. Der Tag hat übrigens schon wieder verregnet begonnen und es war den ganzen Tag wolkig mit einigen Sonnepausen. Trotzdem ein wunderschöner Tag. Bin insgesamt dreimal je 1,5 Std. im Wasser gewesen.

Die haben ein tolles Hausriff mit enorm vielen Arten von Weich- und Hartkorallen
und auch an Fischen ist man reichlich mit noch nie gesehenen farbenfrohen Arten
versorgt. Schnorchelausrüstung ist inclusive auch alle anderen nicht motorgetriebenen
Sportarten.

Zwei Bootsorten sind vorhanden. Angeln ist also auch in der gehobenen Art möglich.
Werde daher noch einen Tag länger auf der Insel bleiben in der Hoffnung
das vielleicht morgen die Sonne scheint.

Habe umgebucht auf ein Dormitry 22$, da zelten im Regen wenig Spass macht.
Am Abend, in einem 10
Bett Zimmer von von 30m² Grösse vollbesetzt mit 4 Israelis, 2
Engländern,
1 Engländerin wird bis Mitternacht gequatscht mit Musik und Zigaretten.
Die Engländerin würde gerne schlafen, aber die Israelis machen Stimmung
tanzen und quatschen. Schon in Israel sind
sie mir als lebenslustige
Menschen aufgefallen von denen wir etwas lernen können. Und ich bewundere
das junge Israelis trotz allem was Nazi Deutsche den Juden angetan
haben (NS-Völkermord) wieder ein normales Verhältnis pflegen können. Deutschland
kann aus diesem Grund, wie schon Altkanzler Brand sagte, niemals ein neutrales
Verhältnis
zum
Nahostgeschehen
haben. Habe ich am Nachmittag viel diskutiert über
meine Feststellungen in Israel und die augenblickliche Politik. Mit einem
hab ich
mehrere Schachspiele
gemacht. Leider fielen mir die richtigen Züge immer zu spät ein.
Die machen alle einen Tauchkurs. Habe mal zugeschaut, wie sie im Schwimmbecken üben.
Ist schon lustig was man so üben muss. Der Neuseeländer James, ein
angestellter Instructor macht seine Sache sehr gut. Ich lerne etwas Fach-Englisch
und frische nebenbei meine Tauchkenntnisse wieder etwas auf.
Donnerstag
09.05.
In der Nacht hat es wieder in Strömen geregnet und im Schlafraum ist es
muffig und feucht. Erst in den Morgenstunden finde ich etwas Schlaf. Nachdem
es wieder mehrmals vormittags in Strömen runtermacht, teile ich Astrid
an der Rezeption mit, dass ich abreise. Um 12 Uhr holt uns unsere 2 Rumpf
Yacht
ab. Grosse Verabschiedung von meinen israelischen Freunden. Wir schauen uns
noch das historische Unterwasser Observatorium an, sowie die Fischfütterung,
wobei der Sohn des Bootsbesitzers eine ihm aus der Hand fressende 40cm hohe
Bleie mit der Hand fängt.

Dann geht es auf die Whitsunday
Island, wo wir 1,5 Std am feinsten Sandstrand sonnen und später auf
Molle Island 1Std Aufenthalt am Pool baden können. Um 4Uhr kommen
wir in Shute Haven, dem Port von Airlie Beach an.
Nehme Noel, eine Aboriginal Mischung, den ich schon auf Hook Island kennenlernte,
mit nach Airlie Beach und er erzählt mir viel von den Abo. Kann er auch
gut, den er leitet das Abo Cultural Center auf Hook Island. Wusste gar nicht
das dort eins ist. Hab mit seinen "Brüdern" noch ein Bier getrunken
und 2 T-shirts gekauft bevor ich den Laden zu mache.
Freitag
10.05.
Nachts und morgens strömender Regen bis mittags immer wieder Regenschauer.
Sehr wenig Sonne erst ab 2 Uhr. Habe besonders lange geschlafen. Dann Airlie
Beach genauer angeschaut. Viele Backpacker Hostels, billige Preise. Alles lebt
vom Tourismus. Ein interessantes Beispiel. Ein Tauchkurs 5Tage mit 5 Tauchgängen
auf offener See inclusive Unterbringung für 125$ = 75€
In den USA oder auf den Bahamas bekommt man dafür 1-2 Tauchgänge ohne
Kurs.
Die Stadtväter bauen derzeit und sie sind fast fertig an einer Lagune.

Vier grosse Becken für Kinder und Erwachsene flach beginnend und tiefer
werdend. Wunderschön gestaltet mit überall herlichem Rasen und Palmen
mit Büschen und Blumen. Frei für alle Besucher. Es wird hier einen
Boom gebe. Airlie Beach gehört die Zukunft. Habe mit meinem Freund
Alex, einem Juwelier, wie schon vor 3Tagen wieder 3 Std verbracht. Er hat
von seinem
Vater neue Steine bekommen. Der Vater ist Miner und Cutter. Habe auch 2 gekauft,
einen black und semiblack, beide wunderschön. Danach weiter bis Mackay,
wo ich übernachte. Bei diesem Namen muss ich an meine Opal Macke
denken.
Samstag
11.05. Mackay
Um 9.00Uhr bin ich in Mackay. Fahre erst zum Hausstrand Blacks Beach. Ist aber
nur ein sehr gepflegter Wohnort für Reiche. Es gibt 2 Wanderwege zwischen
Villen zum Beach. Die Stadt Mackay bezeichnet sich selbst als Beef Capital.
Anscheinend verdient man damit gut, die Stadt ist gut organisiert und lebt.
Es gibt in der Stadt und ausserhalb ein grosses shopping center. Man kann sehr
viel anschauen und von den Cafés aus zuschauen. Mackay ist für
sein Nachtleben bekannt und seinen Internationalismus.
Im "Auto supercheap" kaufe ich Öl für einen Ölwechsel speziell für ältere Fz, sowie Wynns engine tune up. Das verlängert die Lebensdauer des Motors und reduziert Ventil- und andere Geräusche. In einer Tankstelle lasse ich mir von einem Mechaniker, der gerade einen Motor einbaut, nebenbei den Öwechsel machen und den Antriebsriemen für die Wasserpumpe erneuern, da dort bereits tiefe Risse zu sehen sind. Einer der hinteren Reifen ist innen abgefahren, der andere ebenfalls fällig. Der Mechniker kassiert cash 40$ GST frei und gibt mir noch einen Tip wo ich für 70$ das Stück Reifen bekomme. Dort sagt man mir das Angebot galt nur letzte Woche und man gibt mir einen Termin um 2 Uhr für 83$/Reifen. In der Zwischenzeit finde ich einen anderen Reifenhändler deres für 74$/Reifen macht aber gerade schliesst. Ich beschliesse, dass der Preistreiber heute auch früher Feierabend machen darf und verlasse die Stadt Richtung Westen. Die Sonne scheint und mein Wagen kann nach diesen vielen Regentagen wieder innen austrocknen. Zuletzt musste ich schon ein Gefäss aufstellen, weil an der Tür eine undichte Stelle entstand.
Noch ein paar Tage und ich hätte im Wagen Pilze ernten können. Alles, auch meine Kleidung war feucht.
Ich beschloss wieder in zentrale Hochland nach Emerald zu fahren, ins Outback, und das feuchte Zuckerrohrgebiet hinter mir zu lassen. Nach einem langen Anstieg sah ich wieder Outback, das in meinen Augen wahre und unzivilisierte Australien mit Eukalyptus, Bushland und Rinderfarmen. Es ist wie eine Rückkehr ins gelobte Land.
Eukalyptus Bäume gibt es übrigens ca. 350 Arten. Für die meisten Tiere sind die Blätter absolut unverdaulich, ja sogar giftig. Als eines der wenigen Tiere lebt der Koalabär von nur ca. 20 dieser Eukalyptusarten. Diese Arten müssen in der Nahrung ein bestimmtes Mischungsverhältnis aufweisen, sonst vergiftet auch er sich. Der Koala ist kein Bär sondern ein Beuteltier. Einst gab es über 3 Millionen Koalas in Australien. Übrigens das Wappentier von Queensland. Es wurde bis auf wenige tausend wegen seines sehr dichten Fells ausgerottet, das ihn sowohl vor Hitze als auch Kälte hervorragend schützt. Dies ist auch notwendig, da eskeine Unterschlüpfe kennt. Früher starben sie durch Abschuss, heute durch die Abholzung der Eukalyptuswälder, durch wildernde Hunde und durch Autos die ihre Lebensräume durchschneiden. Ca. 80 % leben heute auf privatem Grund und Boden. Der Rückgang der Koala Population stabilisiert sich erst jetzt, nachdem die Australier sich des besonderen Wertes ihrer einheimischen unvergleichlichen Tierarten bewußt wurden.
Auch der Emu wurde so in seinen Unterarten ausgerottet. Lediglich eine dieser Unterarten existiert noch.
Es gab hier Wälder mit den Bäumen, aus denen man die Didgeridoos macht
und Felder mit einer angebauten karminroten Staude, soweit das Auge
reicht. Muss mal nachfragen was das ist. Der Zaun ist 30m von der Strasse
weg,
so das
ich mir die Pflanze nicht näher anschauen kann, denn gleichzeitig
finder man ein Warnschild vor dem Unkraut Parthemion.
Ich vermute, es ist das Klettenbündel, welches, wie mir ein Ranger erklärte überall wo Feuchtigkeit ist hinspringt, und sich auch durch
Fleisch bohren kann. Am Abend sehe ich wieder einen fantastischen Sonnenuntergang
zwischen,
hier
steil wie ein Zuckerhut mitten in der Steppe stehenden, 100m hohen Felsbergen.
So 12.05.
Gemfields, Sapphire
Clermont war fast menschenleer um 9Uhr. Aber in Australien findet man
an Sonn- und Feiertagen immer ein Geschäft, dass geöffnet hat. Habe
das nötigste eigekauft. Ist auch immer ein Abwechslung zu sehen, was es
hier gibt und bei uns nicht. Die Stadt hat Strassen überall mit Centerparkplätzen,
25m breit. Das wären bei uns alles Prachtstrassen. Australien hat Raum
da kann man sich sowas leisten. Von dort weiter nach Emerald, die Ihren
Namen von einer dortigen Grasssorte hat, welche bei Regen Smaragdgrün leuchtet.
Der Name der Stadt hat nichts mit den 44km weiter westlich gelegnen Gemfields
zu tun dem grössten Saphirfeld der Welt, wo auch heute noch wie in Coober
Pedy für wenig Geld für 5Jahre jeder eine Schürflizenz erwerben
kann. Safir ist nach Diamant (12) mit Härte 9 der zweithärteste Stein
der Welt.
Dann nach Sapphire.
Ich hatte das Glück
Kelven und Anneke seine Frau, eine Holländerin,
sowie seine Mutter Joy kennenzulernen. Anneke ist Mutter, managed und cutted
nebenbei noch den Laden. Kelven als auch seine Mutter betreiben eine Mine
mit Pickel
und Elektromeissel. Ab und zu werden auch von Freunden günstig ein paar
Steine aufgekauft. Das meiste ist selbst gefunden. Kelven zeigt und erkärt
mir seine Fundstelle und wieviel Arbeit man hat und daß man auch
tagelang nichts findet.
Er hat schon öfters im Sommer in der Fruit picking season im Akkord
6Tage die Woche gearbeitet. Einkommen ca 200-300$/Tag abzüglich 15%
Steuer.Trotzdem bleibt fossicking seine Leidenschaft und er immer
in der Hoffnung mal den grosen Wurf zu landen. Ein Stein im Wert von mehr
als
1Mil.
Dollar wurde
hier 1975
an der Oberfläche gefunden.
Erst seit seine, übrigens sehr hübsche Frau, den Laden managed, geht
es aufwärts. Kelven, ein 1,90m grosser kräftiger gutaussender Mann,
ist sogar schon im Fernsehen als Musterbeispel eines
Saphirdiggers aufgetreten.
Stolz hat Kelven mir die Videoaufnahme vorgeführt, in der er allerdings noch Bart trug. Er erzählt mir das Aborigines die Claims in seiner Nachbarschaft pachteten, aber nicht diggern. Gründe liegen in der Hoffnung, er biete ihnen Geld, aber vielleicht möchten sie das graben verhindern. Ihre Religion oder auch die Tabus, verbieten ihnen das buddeln. Er erzählt, dass schon Leute hier verschüttet wurden und auch bei Ihm schon Tunnel einstürzten. Mit grossem Maschineneinsatz wird natürlich auch gearbeitet. Es sieht aus wie in der Maulwurf Hügellandschaft von Coober Pedy.
Überall Haufen und Mondlanschaft. Habe eine Führung in der Heritage
Untertagemine mitgemacht in der die Frau des Mineneigentümers in hervorragendem
Englisch sehr viel zu erzählen hat.
Gefunden werden die Safire in einem ehemaligen Flusslauf in der untersten Geröllschicht "Washing" genannt, wo 90% der Steine liegen.
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Es gibt sie in allen Regenbogen Farben. Die roten heissen dann allerdings Rubine. Die wertvollsten sind die Gruppe violette, rot und orangen, dann die hellblauen, grünen, gelben und dunkelblauen. Partiesteine, solche mit mehreren Farben, was man allerdings nur mit geübtem Auge erkennt, werden im Augenblick immer beliebter und teurer. Grund dürfte sein das sie nicht zu fälschen sind. In Deutschland ist mal wieder die billigste Sorte dunkelblau, die bekannteste und beliebteste. Überall kann man einen Eimer washing kaufen und selbst nach Steinen sieben und suchen. Es wird genug gefunden. Meist aber nur kleine nicht wertvolle Stücke, nachhdem in der ersten Siebung bereits wertvolle Steine entfernt wurden.
Gehe nach der Führung nochmal zu Kelven der übrigens nach der Schule mit 15 schon angefangen hat Safire zu suchen. Er hat zwar keine reguläre Berufsausbildung, trozdem konnte ich mich an seinen Gesteinkenntnissn überzeugen, dass er ein absoluter Fachmann in diesem Geschäft ist. Ihm kann keiner etwas vormachen. Er überlegt bei teuren Safiren lange, wie sie zu schneiden sind und bleibt auch dabei, wenn es der Cutter macht. Wenn was schief geht können auch mal 1000 $ verloren sein. Kelven versichert, dass sowas so gut wie nicht passiert.
Für
das cutten hochwertigster Steine und das schleifen werden von ihm nur
die allerbesten und teuersten
Facettenschleifer
eingesetzt.
Nichts geht über Qualität. Er erzählt mir viel über miese
Ware in teuren Geschäften, wo speziell Touristen übervorteilt werden
und zeigt mir Beispiele, wo ich ohne seine Hinweise nichts erkannt hätte.
Nach 3Std angenehmer Unterhaltung verabschiede ich mich von dieser äusserst netten und sympathischen Familie und tauche unter in einer sternenklaren faszinierenden Outback Nacht, in der der Himmel so tiefblau ist wie seine Safire in Sapphire.
Mosaic-picture ..
.Mosaic-politics
Politik als nackte Wahrheit
www.mosaic-pic.de ---- indexseite
Unterseiten
Der Bundes- Lügenwahlkampf 2009
Zusammenhang: Arbeitslosigkeit und Nebeneinkünfte der Politiker
schlechte Politiker = schlechte Gesetze = Massenarbeitslosigkeit
wir brauchen eine konservative Partei
Die Glaubensfreiheit im Islam heißt Unterwerfung
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EU-Politik - Europäische Union und Arbeitslosigkeit
eine neue Runde des Wettrüstens hat begonnen
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Reisebericht Norwegen
.Nordweg-Northway.de-Nordkap
Prolog ........www.northway.de.... Reise Route North Way.......... Translation
O s l o, Holmenkollen, Heddal, Odda, Bruravik, Bergen
Bergen, Voss, Sogndal, Lom, Otta, Oppdal, Trondheim
Trondheim, Verdal, Namsos, Brönnöysund, Mosjön, Polarkreis
... Lofoten./.Vesterålen.-. Tromsö
Tromsø, Alta, Skaidi, Hammerfest, N or d k a p
Nordkap, Lakselv, Ifjord, Tana Bru, Utsjoki, Karasjok
Rückreise Inari Schweden Haparanda Dänemark
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