7. Teil - Ayers Rock (Uluru), Olgas, Kings Canyon, Simpsons Gap
Mittwoch
24.04. Ayers Rock (Uluru)
Nochmal in den swimmingpool und von
Peter verabschiedet, einem 51jährigen Original mit 15cm langem Vollbart. Hat im Swag einer Schlafrolle neben seinem Lieferwagen übernachtet. War über die deutsche Politik sehr gut informiert und hat mich regelrecht ausgefragt. In Allice habe ich eine neue Vodafone card für 50$ und eine Telefonkarte für 20$ gekauft. Die Minute kostet damit nur 6 cent. Weiter 5 T-shirts für 30$ Portokosten mit Karton abgeschickt. Kann sein, das dafür in Deutschland nochmals Steuer zu bezahlen ist, sagte man mir. Das war aber nicht der Fall. Kommt in 3 Wochen an. Seefracht wär 5$ billiger gewesen, hätte aber 3Monate gebraucht. Dann 500 km nach Ayers Rock, das jetzt auch offiziell Uluru heisst, nachdem die Abos sich das Land vor Gericht erstritten hatten. Eintitt 16,25$ und nachgetankt für 50$. Das war ein teurer Tag.

Vor Uluru Resort, so heisst die Ansammlung von Übernachtungsmöglichkeiten
dort, dachte ich manchmal am Mittelmeer zu sein.

Die Fichtenbäume hatten die Form von Zypressen und waren auch so vereinzelt dagestanden. Leider hat die Sonne heute nicht mitgespielt und den Uluru rock am Abend nicht angestrahlt.
Dafür habe ich Postkarten geschickt auf denen er angestrahlt wurde. Auch
eine Besteigung war wegen der Hitze verboten. Morgen stehe ich um 6Uhr auf um
hochzuklettern. Ab 8 ist es wahrscheinlich schon wieder verboten.
Donnerstag
25.04. Olgas
Morgens um 6Uhr raus.

Alles ist schon auf den Beinen um auf den Rock zu klettern. War aber nichts.

Heute ist gesperrt, weil es zu windig ist auf der Spitze. Also weiter zu den Olgas. Am Strassenrand eine hochschwangere Frau, die an ihrem Landcruiser den Reifen wechsen wollte. Habe ihr geholfen. Sie ist hier ansässig. Dann dachte ich mir der Wind hat nachgelassen, also zurück. Jetzt war gesperrt, weil die Wetter Vorhersage über 36Grad vorausgesagt hat. Es waren aber nur 34. Die Abos sehen es nicht gerne, wenn man hochklettert, deshalb lassen sie sich was einfallen.

Also wieder zu den Olgas, die fast schöner sind als der Uluru, zweitgrösster Monolith der Welt.

Hab eine Wanderung in die Olga Schlucht gemacht, wo rechts und links die Wände
fast steil 300m hoch gehen. Ein seltener Anblick.

Dann zurück in Ayers Resort , Briefmarken gekauft und
Postkarten versandt. Zurück zu Ayers Rock (Uluru) ins Abo Info Center.
Muss man gesehen haben sehr lehrreich.
In einem Film sind allerdings immer wieder fette Frauen, oben
ohne beim tanzen zu sehen gewesen. Keine Männer. Weiss auch nicht warum.
Dann wieder zum Uluru. Wenigstens aussen rum wollte ich laufen.

Yes i proudly announce: I walked around the rock, but I'd rather climbed it.
Die Abo verkaufen hier dieses T-shirt aber auch: I didnt climb Uluru.
Er ist 3,5km lang 2,4km breit und 348m hoch.10km lang ist die Strecke.
Man braucht mit Kunstbesichtigungen 4Std. Das Problem ist die Hitze und die
Fliegen. Habe 2 ltr Wasser getrunken. Am Abend dann noch einen weniger schönen
Sonnenuntergang gesehen. Dann noch zum Zeltplatz und geduscht. Weiss ja keiner
dass ich schon ausgecheckt habe. Die haben mir gestern 12$ nur für 2x
duschen abverlangt. Geschlafen habe ich ja im Wagen auf dem Zeltplatz.
Auf dem Shopping Center Parkplatz wurde dann noch dieser Bericht geschrieben
und abgesandt. Jetzt fahre ich Richtung Kings Canyon und such mir einen Schlafplatz
im Busch kurz vor dem Abzweig nach Kings Canyon. Dachte ich hätte mal wieder
eine Schlange überfahren.

Übrigens hab ich heute auf der Strasse einen Dornenteufel gesehen
und ihn von der Strasse verjagt, sonst wäre er noch überfahren worden.

Freitag
26.4. Kings Canyon
In der letzten Nacht habe ich einen Hasen und zwei Schlangen überfahren.
Eine 1m lange dünne genau in der Mitte. Als ich sie suchte war sie allerdings
weg. Wird eine Brown snake oder wie die Australier verharmlosend sagen
eine "Brownie"gewesen
sein. Sie ist bestimmt nicht harmlos, sondern die zweit giftigste Landschlange
der Welt. Bisse von der Braunschlange von ihr sind viel häufiger als
die der
giftigsten Schlange - der Taipan. Ist mir schon mal mit der Python passiert.
Dann eine fast
2m lange
Browni. Eine
der
giftigsten
und
häufigsten
in Australien. Ich dachte noch die hat vielleicht Glück gehabt. Habe
dann aber ihren Kopf 2m vom Rest des Körpers gefunden.
Braunschlange.
Es gibt sie in verschiedenen Tönungen. Mit ihr haben Australier den häufigsten "Kontakt".
Weiter habe ich zwei Eulen auf der Strasse gesehen. Eine davon tot. Sowie eine
verwilderte Hauskatze. Die lag seitlich auf dem Mittelstreifen sah mich
hilflos an konnte
aber nicht weg. Wahrscheinlich ist das Rückgrat gebrochen. Der thorny
devil (Dornenteufel) hat mich übrigens auf 1m ran lassen.
Bewegte sich auch sehr langsam. Heute habe ich mir den Kings Canyon angesehen.


4Std erst 200m hoch dann 12 km immer am Rand der Schlucht entlang dann am Ende 100m eine Treppe hinunter zum Garten Eden dann wieder auf der anderen Seite hoch und 6km auf der anderen Seit zurück. Der Tümpel im Garten Eden hat Pflanzen und Insekten aus der Urzeit die es nur hier gibt. Die Verwitterungen des Sandsteins ergab fantastische Formationen. Die Hitze erfordert pro Std 1ltr Wasser, sonst dehydriert der Körper. Nachdem man hier bei jedem Tritt verdammt aufpassen muss, die Wege sind keine, und man oft hart am Abgrund läuft, kann Müdigkeit gefährlich werden. Den Weg muss man sich suchen. Es sind 20 cm hohe winzige Bodenmarkierungen an den wichtigen Stellen zu finden.

Trotzdem hab ich einige Wahnsinnige am Abgrund für Fotos rumklettern sehen.
An einem Rastplatz sah ich wieder einen geländegängigen Transporter
für Abenteurer.

Die armen Schweine sitzen
wie die Sardinen eingepfercht und das in dieser Hitze in einem viel zu engen
Bus. Nachts unter freiem Himmel auf dem Zeltplatz Schlafsack neben Schlafsack.
Übernachte wieder auf einem Rastplatz in den Büschen, wo auch wie
gestern noch ein anderer auf die gleiche Idee kam. Zelten ist dort übrigens
veboten. Aber im Wagen übernachten ist in meinen Augen auch kein campen.
Am Abend wieder ein atemraubend schöner Sonnenuntergang.
Ein Foto davon mit 6 Kakadus auf einem kahlen Baum hätte toll ausgesehen.
Aber dann flogen sie weg bevor ich knippsen konnte.

In einer Raststätte ein Vogeldieb. Siet aus als hätte er eine Maske
auf und geht ständig an die Zuckerdosen.
Samstag
27.04. Alice Springs, Standley Chasm und Simpsons Gap
Heute morgen springen vor mir gleich 4 Kängurus über die Strasse
und das im Morgenrot. Damit hätte ich den 1. Preis in jedem Fotowettbewerb
gemacht. Später hab ich noch einen Dornenteufel lebend fotografiert und
eine Schlange 1m lang tot.
In Alice springs erst mal im Zeltplatz geduscht und dann nach Standley
Chasm 50 km westlich von Alice eine Schlucht die sich spektakulär zu
einer Felsspalte verengt.
Mittags, wenn die Sonne kurz reinscheint erstrahlen die Wände in verschiedenen Rottönen. Jeder Australier muss mal dort gewesen sein. Ein sehr schöner Weg über grosse Felsblöcke garniert mit Palmen ist es ausserdem. Danach war Simpsons Gap dran. Auch eine Schlucht, die sich wie eine Fata morgana in den dortigen Billabongs spiegelt.

Am Abend einkaufen und Geschäfte in Alice Springs anschauen. Zeitung lesen. Alice Spring News. Danach noch Wäsche waschen für 2,20$ und ein riesiges T-bone für 5$ mit instant Katoffelbrei, Tomate und Zwiebeln.
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