6. Teil - Darwin, Kakadu NP, Katherine, Devils Marbles, Alice Springs

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Landkarte Rundreise

Donnerstag 18.04.

Morgens Katzenwäsche. Nicht am Road House, sondern in der nächsten Rest Area.

Bei Coolibah liegt eine Krokodilfarm. Fuhr über schlechte Sandwege mit Schwemmsand bis an eine 40cm unter Wasser liegende betonierte Furt. Wagte dann doch nicht über den Victoria River zu fahren. Es war zu tief. Das geht hier nur mit 4WD. Zuviel zu wagen mit diesem Wagen kann ungesund sein.

Riesenkrokodil tötet Mann vor den Augen seiner Freunde. Sowas kommt auch mal vor.

 

Croc Warnung

 

Hab mir zu mittag mit Feuerholz an einem öffentlichen Grill ein Essen gemacht mit Kartoffeln. War echt urig. Da haben sich dann noch einige dazugesellt und beneideten mich um mein warmes Essen.

 

 


Auf der Weiterfahrt noch einen toten Adler gesehen. Ein sehr grosses Tier, das bestialisch gestunken hat. Ohne den Verwesungs Gestank hätte ich mir ein paar schöne Federn genommen. An einem Aas waren ca. 20 Raubvögel. Hier gibt es kaum noch Raben. Übernachtet wurde auf einem Zeltplatz, der eine Quelle hatte und ein natürliches Becken in dem man schwimmen konnte. Ein schönes Fleckchen -

 

 

 

dachten sich auch die Moskitos.

 

Freitag 19.04.    Darwin
Hab die Scenic Route hinter dem Eingang zum Kakadu NP genommen. Dort waren bis 5m hohe Termitenhügel zu sehen. Die größten Termitenbauwerke sollen übrigens bis zu 7m hoch werden. Und damit die höchsten Bauwerke von Lebewesen in Relation zu Ihrer Körpergröße.

 

 

Außerdem waren viele Pandanus-Palmen zu sehen, die wie 6m hohe Yuccas aussagen. Etliche Wallabies und ein

 

Waran

Waran, den ich knippste liefen mir auch über den Weg.

 

Gumtrees mit roten Stämmen


Pandanus Palmen


Am Mittag hab ich mir in Darwin das Aboriginal Art Museum angesehn. Hatten dort auch eine Ausstellung über "Tracy" den Cyclone der 1975 die Stadt total zerstörte.

 

 

Weiter ein ausgestopftes Krokodil Sweatheart genannt 5,11m lang 750kg schwer.

 

 

Dieses hat in einem See bei Darwin immer Boote umgeschmissen, aber Menschen nie angegriffen. Es wurde trotzdem gefangen in den Zoo gesteckt und als es starb ausgestopft. Die Stadt ist zwar sehr gross, aber es gab nichts besonderes zu sehen. Ausser das hier alle um 6 zumachen. Danach gefragt, warum dies so wäre, sagte man mir "ab jetzt wird gesoffen". Darwin ist bekannt dafür, das hier am meisten getrunken wird. Hab am Abend auch mit meinen Zeltnachbarn einige Bier getrunken und mich gut mit Ihnen unterhalten. Einer sprach sehr deutlich der andere war kaum zu verstehen.
Die Nacht war tropisch schwül und man konnte nur dösen.
Mindesten 10 Flugzeuge sind ausserdem hier mit ohrenbetäubendem Lärm gestartet.

 


Samstag 20.04.    Kakadu NP

Heute morgen von Graham und Ted verabschiedet. Beide in meinem Alter. Reisen mit grossem 4WD auf schlechten Wegen schon durch halb Australien. Habe gute Tipps bekommen und eiskaltes Bier. Die waren bestens ausgerüstet. Sie hatten mannshohe Komfortzelte, waren aber vollgeladen bis oben hin. Ich kann wenigstens und tu es auch, mich, wenn ich müde bin 2-3x pro Tag hintenreinlegen, bis die Hitze mich wieder schweissgebadet weitertreibt. Ohne Klimaanlage ist es im Wagen kaum zum aushalten. Bin heute vormittag nochmal nach Darwin reingefahren und hab mir den Rest des Städtchen angeschaut.

 

 

Bemerkenswert sind die vielen tropischen Pflanzen in den Vorgärten, die man sonst in Australien nirgends sieht und die vielen Deutschen die mal kurz hierhergeflogen sind, um wahrscheinlich von hier aus noch einen Abstecher nach Alice Springs und Ayers Rock zu machen. Die haben hier viel vom Crocodile zu kaufen und echten Perlenschmuck, beides stinkteuer. Ein Krokodil Gürtel 200$.
Die Leistenkrokodile gibt es allerdings auch in Borneo, Indien usw. und die daraus hergestellten Souvenirs dort wahrscheinlich billiger.

Danach eine Flussfahrt mit der Adelaide River Queen um die

 

 

"springenden Krokodile" springen zu sehen. Die haben es allerdings nur max 1m aus dem Wasser geschafft und waren auch nur 3m lang. Habe allerdings im Fluss und am Ufer auch einige

 

gut getarnt in der Mitte des Bildes  ein brütendes Croc

Krokodile brüten sehen. Ca. 90 Tage bewachen sie ihr 30 -90 Eier enthaltendes Gelege und reagieren in dieser Zeit besonders agressiv auf Annäherungen. Die Eier sind mit verrotetenden Pflanzen abgedeckt, welche die nötige Temperatur erzeugen.

 

 

Raubvögel wurden vom Boot aus ebenfalls im Flug gefüttert.


 

Im Kakadu NP sieht man fantastisch bunte Vögel. Der Name Kakadu hat übrigens nichts mit dem dem Vogel Kakadu (englisch Cockatoo) zu tun. Es ist eine Verbalhornung des Stammnamens der Aborigines denen dieses Gebiet gehört - Gagadju.
Wegen der Mossi Plage habe ich hier ein Bett im 4Bettzimmer genommen. Hier bloß nicht zelten. Übrigens ein toller Swimmpool und tolle Pflanzen im Kakadu Caravanpark. Bin gleich ins Wasser, aber die Mossies gehen einem an den Kopf.
Tut gut wieder beim schreiben am Tisch zu sitzen. Hab mir Krummbeeren gekocht mit Zwiebeln, Tomate und Thunfisch. Die Kartoffeln sind ein Hochgenuss. Von Pommes habe ich langsam genug.

 

 

Sonntag 21.04.      Ubirr und Nourlangie Rock
Habe in dem 4Bett Dorm allein für 32$ hervorragend mit Klimaanlage geschlafen.
Den ganzen Abend hab ich noch Ordnung in meine Klamotten gebracht.
Einige Wochen Zelt und Wagenleben bringen doch etliches in Unordnung. Noch mal im herrlichen Pool geschwommen ein kleiner Plausch und dann wieder auf Achse nach Ubirr. Auf dem Weg dorthin wieder einige tolle Vögel gesehen.

 


 


In Ubirr war ich am Anfang über die ersten Felsmalereien etwas enttäuscht, wegen des schlechten Erhaltungsgrades. Über 5000 Felszeichnungen der Ureinwohner und bis zu 20 000 Jahre alt soll es in dieser Ecke Australiens geben. Die australische Urkunst ist die am längsten überlebende lebendige Kunsttradition der Welt.

 


 

Doch wurde es von Stelle zu Stelle besser. Beeindruckend war die Main Gallery eine 10 m hohe 10 -15m hohe überragende Felsplatte (rockshelters) in dessen Schutz sich die Abos aufhielten und mit Malereien ihr Heim verschönerten.

 

Abo Essplatz Abo Essmulden im Fels

 

Dadurch dass die Malereien sakralen Charakter hatten, blieben sie erhalten.

 

 

Das Bild der Woche 43/2003 in australien-bilder.de ......................Tit Titel:......... wildes, weites Land

 

Von einem Felsplateau hatte man einen atemraubenden Überblick auf die Flood Plains.

 

 


Das Land grün und das Wasser tiefblau mit den verstreuten Felsen dazwischen. Den Mangarre Walk, durch einen übrig gebliebenen Teil des tropischen Regenwaldes musste ich verzichten, da er wegen saisonal bedingten Überflutungen noch gesperrt war. Trotzdem ging ich 100 m hinein und hatte wenigstens einen Eindruck von einem richtigen Urwald mit Lianen und Moskitos. Auf die Uranminen habe ich ebenfalls vezichtet, das ist nicht das Australien das ich sehen wollte. Weiter gings zu dem Bowali Visitor Centre, wo ich auch ein T-shirt kaufte.


Blick auf Arnhemland

Blick auf Arnhemland sei 1992 wieder in der Hand der Hand der Aborigines. Touristen benötigen ein Visum , um ein Territorium, so gross wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen, bereisen zu können. 2-3 Tage mit Übernachtung und Führung durch Aborigines kosten ca. 1000 AUD. "Never Never Country" nennen die Eingeborenen ihre Heimat.

Am Nourlangie Rock waren die Felsmalereien schöner und viel besser erhalten, dafür bot die Landschaft und die Felsen nicht soviel.

 

Krieger

 

Habe mich einer deutschen Reisegruppe mit englischer Abo- Führung angeschlossen.

 


War sehr lehrreich und hat mich nichts gekostet.

 

 

Abo Art

Oben rechts Nammargon der Herr der Blitze. An Knien und Ellenbogen trägt er Steinäxte mit denen er die Blitze erzeugt. Der Ring um in ein Blitz.


Im Warradjan Abo Cultural Centre hab ich noch etwas über die Kultur erfahren. Darf man dort auf keinen Fall auslassen. Ausgelassen habe einiges wie sehr teure, wie Flüge zu den Twin Water Falls und Jim Jim Wasserfällen. 4WD Fahrten und Bootsfahrten sind jetzt auch noch wegen Hochwasser gesperrt. Yellow Waters war wegen zu viel Wasser geschlossen. Bin wohl eine Woche zu früh hier angekommen.
Aber auch so sah ich genug Vögel. Leider bemerkte ich im Park zu spät ,das ein "Felsbrocken" mitten im Weg eine Kragenechse war. Kurz bevor ich sie erreichte richtete sie sich auf stellte bzw entfächerte ihren grossen Kragen mit dem sie normalerweise erfolgreich Angreifer abschreckt und bekam dann eine von meinem Nummernschild gewischt. Wäre sie liegen geblieben, hätte sie überlebt.
Das ging mir den ganzen Abend nicht aus dem Kopf. Habe die Echse bewusst nur 1sec wahrgenommen. Schade um das herrliche Tier. Im Grunde sah ich alles wichtige. Am Abend übernachtete ich zwischen 2 zum Transport augeladenen Fertghäusern kurz vor Katherine. Bis zu dieser Gelegenheit gab es über 150km keine rest area für Personenwagen. Doch, eine war noch im NP, aber da brannte es munter vor sich hin. Hätte dort trotzdem übernachtet, wenn der Wind mir den Brandgeruch nicht zugetrieben hätte. Vor mir im Dunkeln plötzlich eine rabenschwarze Wildsau. Ohne mein Bremsen hätte ich sie überfahren können.
Ganz gemütlich trottet sie davon.

 

Montag 22.04.    Katherine
Erst mal in Katherine getankt und eingekauft bei Woolworth. Im Roper River Vögel beobachtet und Seerosen hellblau innen gelb gesehen. Die Blüten waren 20 cm über der Wasseroberfläche (Lotus?). Ansonsten gab es über die kleinen Stationen bis Tenant Creek nichts zu berichten. Ausser einer toten Wildsau, der ersten toten die ich sah. Im Northern Territory ist es schwer ist eine abgelegene Rest Area zu finden. Direkt an der Strasse ist nicht so toll. Habe heute die Zugangsstrasse zu einem Sendemast ausgewählt. Ein Mosqito Nest. Benutze deshalb, Rid, die chem. Keule.
Die Moskito Düsenjäger sind aber zu laut. Fahre daher doch weiter. Ohrstöpsel darf ich im Bush nicht benutzen. Da muss man sofort hellwach sein.
10km weiter finde ich vor Tennant Creek ein Stuart Denkmal. Das sind immer die saubersten Rastplätze, denn keiner geht dort hin. Vielleicht die Ehrfurcht?

 

Dienstag 23.04. ...Alice Springs - Devils Marbles-
Hab mir heute bei Tennant Creek eine alte Goldgräber Stadt angeschaut in der es anscheinend ausser in den Geschäften nur noch Aborigines gibt. Sie hatten etliches anzubieten, aber nichts was mich interessierte. 100km hinter Tennant Creek waren die

 

 

Devils Marbles, des Teufels Murmeln, zu sehen, wirklich beeindruckend deren Grösse bis zu 10m hoch.

 

 


Eine heilige Stätte der Abos, die glauben, dass es die Eier der Regenbogenschlange sind. Durchmesser der Murmeln im Schnitt zwischen 3 und 6m. Nun sieht man auch jede Menge Forsythien Sträucher, fast Bäume an vielen Stellen wie Wälder.


Vor Alice springs, das auf einem Plateau liegt wieder im Abendrot leuchtende Felsformationen.

In Alice wars schon dunkel als ich mir die Stadt anschaute und 2 T-shirts mit Aboriginal Art kaufte. Ich sandte sie per Post deklarierte als gebrauchte Wäsche,wegen des Zolls. Porto war ziemlich teuer. Alice springs ist das Mekka der Australien Touristen. Alles vom besten und sehr günstig, da die Konkurrenz riesig ist.

Von hier aus versorgen die Flying Doctors die Menschen im Outback auf einer Fläche von ca. 5 Mil. km2. Jede Farm, die an das Netz angeschlossen ist, verfügt über eine Hausapotheke mit gut 1000 unterschiedlichen, durchnummerierten Medikamenten, so daß der Arzt auch nach Ferndiagnosen über Funk behandeln kann. Ca. 200000 Menschen werden mit Hilfe von 20 Basisstationen versorgt. Im Notfall kann auch in den Flugzeugen operiert werden.

Hab mir auf dem Zeltplatz (mit pool) ein riesiges 6$ Steak gebraten und es, ohne Angst vor BSE haben zu müssen, genossen.

 

der Aboriginal Ronnie Tjampitjinpa gewann 1988 den Alice Springs Art Prize.

Die australische Urkunst ist die am längsten überlebende Kunsttradition der Welt.

Some of Australia's most famous and "Grand Old Masters" of aboriginal art

 

 

  

 

 

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