3. Teil - Nullarbor Plains, Euclia, Esperance, Albany, Vally of Giants,Bunbury, Perth

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Landkarte Rundreise

Samstag, 30.3.

Von Smoky Bay nach Eucla der Grenzstadt in West Australien durch die Nullarbor Plains.

 

 

D.h. aus dem lat. übersetzt "ohne Baum Ebene".

 

 

 

Nahaufnahme  Nullarbor Plains

 

eine Nahaufnahme des Bewuchses

 

 

Bei Penong dann ein 20km Abstecher off road nach Cactus Beach dem Mekka der Surfer, wegen seiner hohen gleichmässigen Wellen.

 

4 Surfer in hohen Wellen

 

Dort hat es riesige strahlend weiße Dünen.

 

 

Eine tote "Western Taipan" (Giftschlange) von 1.5m Länge (max. bis zu 3,5m) habe ich auch am Strassenrand gesehen. Der Rücken ist bräunlich,der Kopf gelblich grün und der Bauch auch etwas heller . Angeblich die giftigste Schlange und die schnellste Schlange der Welt. Auch im Stoß. Das Gift eines Bisses soll reichen um 150 Menschen (oder 250.000 Ratten, ihre Lieblingsspeise) zu töten. Woanders als hier findet man die Western Taipan nicht. Die Inland Taipan oder eine andere die Küsten Taipan findet man in anderen Regionen. Oder auch nicht, denn sie sind alle sehr scheu und fliehen, wenn sich Schritte nähern. So ist es nicht verwunderlich das bisher nur 6 Bisse von ihr bekannt wurden ohne tödlichen Ausgang, da es sich meist um "Unfälle bei "Experimenten " handelte.

Die King Brown ebenfalls eine der 9 von den 10 giftigsten Landschlangen der Welt ist unempfindlich gegen das Gift der Taipan und setzt sich im Kampf gegen sie durch. Auch bei der Mulda Schlange steht sie auf dem Speiseplan. Der Taipan Nachwuchs hat schon nach dem schlüpfen das gleiche starke Gift in geringerer Menge natürlich.

Übrigens als einzige der australischen Giftschlangen flieht die Todesotter nicht, wenn sich Schritte nähern. Die wartet bis man genau auf sie tritt und bewegt sich vorher keinen cm.Hat wa mit ihrer guten Tarnung zu tun. Dann allerdings beissen sie zu und aus ist es. Vor ihr hatte ich am meisten Respekt. und daher nachts bei meinen kurzen Ausflügen ins Gras auch immer einen Raschelstock vor mir.

Die gefählichste Giftschlange, welche die meisten Bisse in Australien bei Menschen hat und auch zu der größten Todeszahl führt ist aber die Braunschlange. Brown snake, Western Brown Snake, auch verniedlichend Browny, genannt. Wo Mäuse sind und sie sich im schatten verstecken kann, z.B. unter Gehölz aber auch in bewohnten Gebieten, wo es Zivilisationsabfall gibt z.B. unter Planen usw. findet man sie zu häufig.

Trotz der Häufung giftigster Schlangen auf diesem Kontnent stirbt statistisch gesehen ein Australier eher an den Stichen der Honigbiene als an Schlangenbissen.

 

Western Taipan

 

Auf einem Rastplatz stolzierte vor meiner Scheibe auf dem Wischerblatt ein schwarzweisser Bachstelzen artiger Vogel der ständig 1x /sec mir seine rechte dann seine linke Seite zeigte. Auch hinten auf dem hinteren Scheibenwischer und auf dem Dach machte er Schabernnack.

 

Willi Wagtail


Der Vogel heisst Willi Wagtail. In Fowlers Bay wo man Wale beobachten kann ist gerade keine Saison. Habe mir daher nur die Bunda Cliffs 60m hoch angeschaut.

 

Am Abend ein glutroter Himmel vor den cliffs. War der beste rote Himmell den ich jemals sah. An der Grenze zu West Australien haben sie mir meine Kartoffeln,Tomaten und Zwiebeln abgenommen, da sie Angst vor eingeschleppten Krankheiten haben. Der Zeltplatz hier in Eucla ist mit 2$ (Übernachtung im Auto) nach 1x 6$ der mit Abstand günstigste.

 

 Zeltplatz in Eucla

 

 

Oster Sonntag 31.3.    Caiguna


Weiter sollte es auf 80km ununterbrochen kerzengerader Strasse gehen. Angeblich der längsten geraden Strecke der Welt.
Jedoch vor Eucla, irgendwo hinter Caiguna im tiefsten Bush, 25km hinter dem Roadhouse in Caiguna explodierte ein Kühlerschlauch. Schon 10 Min später hielt ein Truck mit 2 Traktoren auf dem Lader und zwei Trucker erklärten mir was zu was zu tun ist. Sie reparierten einen 10cm langen Riss im Schlauch mit Klebeband, füllten mit Wasser nach und empfahlen mir ohne Kühlerdeckel und airconditioning sehr langsam zurückzufahren.
Ich wollte sie bezahlen und ihnen dann wenigstens eine frisch gekaufte Kasette mit Drive Time Country Hits schenken. Sie lehnten dankend ab und erklärten, nach dem sie hörten was ich vorhatte, daß ich die Kassette bestimmt noch selbst gut gebrauchen könne. Wie recht sie haben.
Sie selbst haben alle Kassetten und kennen alle Songs. Vergass leider nach Ihrer Adresse zu fragen um mich anders zu revanchieren zu können. Nochmals vielen Dank an diese echten Trucker. Aber vielleicht kennt ein deutsch sprechender Australier, der dies liest, die Jungs und informiert mich.
Im Roadhouse in Caiguna erklärte man mir, der nächste Mechaniker wäre in Norseman 375km weit entfernt und der Abschleppdienst koste 750$, die ich, so der ADAC, selbst zu zahlen hätte. Im Roadhouse suchte man für mich Werkzeug und einen geeigneten Schlauch, fand aber keinen. So entfernte ich einen gleich langen und bastelte einen kürzeren, den das Roadhouse vorrätig hatte an die Stelle des zerstörten, indem ich vom kaputten 1 Stück abschnitt und ihn in den kürzeren des Roadhouses und auch zu dicken hinein schob und weiter am Stutzen noch etwas auffütterte. Um sechs Uhr war ich von Fliegen geärgert, total verdreckt und verschwitzt nach 2 Std fertig (weil eine Schraube nicht zu lösen war) und beschloss noch in der Nacht loszufahren.
Und zwar mit max 60k/h, weil es da kühler war und die Klimaanlage den Druck zu stark erhöht hätte. Ausserden hörte sich die Steuerkette nicht gut an.
Um 23 Uhr übernachtete ich müde im Bush.

 

Oster Montag, 01.04.    Esperance
Um 6Uhr, so lange kühl war, weiter nach Norseman. Die Stadt war wie ausgestorben. 2000 Einw. und ein verschlafenes Nest. Aber vielleicht lag das auch am Ostermontag. Eine Stadt, welche in Australien den stärksten Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen hat. Ich beschloss, da alles gut gegangen war, mein Glück weiter zu versuchen und weitere 200 km nach Esperance (zu deutsch: Hoffnung) 12TD Einwohner, zu fahren, wo ich dann auch mit viel zittern mittags ankam.

 

Seelöwe im Wasser wartet auf Fischabfälle beim ausnehmen eines Sqid


Dort gibt es 3 Werkstätten. Habe etwas eingekauft und mich umgehört, wo der beste Mechaniker zu finden ist. Werde vsl. zwei Nächte hier auf dem Zeltplatz bleiben. Habe den Seelöwen zugeschaut, die mit Fischresten gefüttert wurden, die die Angler am Pier säuberten.

 


Morgen lasse ich den Wagen reparieren.

 

Dienstag 02.04.
Nachdem ich den Wagen um 7 Uhr zu Bob, einem qualified mechanic an eine Tankstelle in der Stadt brachte, endlich eine gute Nachricht. Der Motor ist noch in Ordnung und die Steuerkette auch. Lediglich die Einstellungen mussten überprüft , 2 Schläuche und die Kühlerflüssigheit erneuert werden. Auf seinen Wunsch hin wurde, obwohl neu, das Öl, welches er als beschissene Qualität bezeichnete, ebenfalls gewechselt. Es fühlte sich tatsächlich sehr dünn an. Preis moderate 140$ und das, nachdem ein Schlauch allein 40$ kostete. Den einen des Roadhouses rechnete er mir an. Das findet man nur noch in Australien im Westen.
Nach dem Besuch des Museums, mit den Resten der Raumstation, die hier runterging Fahrt entlang HW 1 an verbranntem Bush bis nach Fitzgerald River National Park. Wo ich übernachtete. Im Bush.

 


 

 

Blüte nach  Buschbrand

 

 

Mittwoch 03.04. Albany
Morgens mit einer 2l Flasche Wasser gewaschen und weiter nach Albany.
Ankunft 2Uhr. Besichtigung eines uralten Farmhauses (für australische Verhältnisse) bewirtschaftet von 2 älteren Ladies . Habe dort eine "homemade soup" gegessen.
Danach ins Museum, Eintritt kostenlos. U.a. zu finden riesige Leuchtturm Spiegel, sowie einen riesigen Eisenmeteor und sonstige auch Tiersammlungen. Vor dem Museum eine original nachgebaute Brig, wie sie 1825 bis 50 verwendet wurde . Diese gibt einem innen einen sehr guten Eindruck unter welchen verhältnissen früher gesegelt wurde.

 

 

 


Nach einem Schläfchen auf dem Parkplatz ging es dann zum Walfangmuseum

 

 

auf der Halbinsel. Auch das Blowhole und die Naturale Bridge sowie einige andere herrliche vom Meer geformte

Felsen mußte ich mir unbedingt ansehen.

 

 

Am Abend versuchte ich auf den Aussichtsberg zu kommen, was mir nur halbwegs gelang. Toller Ausblick über Stadt und Bucht. Dann Abfahrt in der Nacht über die Stadt Denmark nach Walpole. Übernachtung im Bush direkt vor dem Valley of Giants NP.

 

Donnerstag 04.04.    Vally of Giants bei Nornalup


Morgens um 9 Uhr waren gerade mal 3Autos auf dem Parkplatz am "tree top walk" im Valley of the Giants. Schon eine halbe Stunde nach der Öffnung waren es gut 200 Menschen im Park . 8$ Eintritt sind es wert für das großartige Erlebnis, einem 500 m langem Spaziergang in 50 - 60m Höhe durch die Wipfel der wohl gewaltigsten Karri- und Tingle-Eukalyptus Riesen.

50m hoch über dem Boden ..........

 

 

Die grössten bis 90m und am Stamm mit 10m Umfang. Der Spaziergang auf sehr schwankenden und weit gespannten raffiniertem Rohrfachwerk Brückenmitten durch die Wipfel des mehr als 1000 Jahre alten Waldes war einfach beeindruckend.

 

 


Noch nach einer halben Stunde am Boden schwankte alles. Die ganze Landschaft soll seit der Trennung des Urkontinents Gondwana noch teilweise Flora und Fauna - aus dieser Zeit - enthalten.

Wissenschaftler waren sich bislang weitgehend darüber einig, dass vor rund 120 Millionen Jahren der damalige südliche Kontinent Gondwana zerbrach. Daraus entstanden Afrika, Südamerika, die Antarktis, Australien und Indien. Doch die Trennung hat sich wahrscheinlich erst 20 Millionen Jahre später vollzogen. Australien war sehr lange isoliert von der Entwicklung in anderen Kontinenten. Und so gibt es hier eine einzigartige Pflanzen - und Tierwelt wie sonst nirgendwo auf der Erde. Wie zum Beispiel die vielen Beuteltierarten. Auch rund 90% der ca. 22000 verschiedenen Pflanzen gibt es nur in Australien.

 

 

Dann weiter über Walpole, Manjimup, Bridgetown, Bunbury, Mandurah. Die Fahrt durch das südliche Westaustralien war eine Fahrt durch dichte Wälder mit gut 30-40m hohen Bäumen und fantastisch schönen Landschaften.

 

 

 

Kletterte auf einen 40m hohen Feuerbeobachtungsbaum.


 

 

 

Lookout


Meine Steuerkette hört sich nicht gut an.

 

Perth am Swan River. Die isolierteste Großstadt der Welt.


Um 19.30 im Dunkeln schwebte ich nach Perth hinein. Der HW nach Perth war nagelneu und von einer bemerkenswerten Qualität. Absolut eben. Das beste was ich je sah und fühlte.

 

Die Skyline war fantastisch und das am "Ende der Welt."

Poulär geworden vor allem durch Gold und Diamanten, die seit den 1890 im großen Stil in der Nullarbour Ebene gefördert werden. Seit vor der Küste auch noch große Erdöl - und Gasvorkommen entdeckt wurden boomt Perth und es ist kein Ende des witschaftlichen Aufschwungs abzusehen.

 

Wahrzeichen


Im YH Britannia im viktorianischen Stil, innen ziemlich alt, fand ich für 22 $ Unterkunft.

 

 

 

Freitag 05.04.    Perth the "happy City" 1,5 Millionen - Metropole am Indischen Ozean.


Nahm mein Frühstück im Freien zu mir. Hatte mir gerade noch zwei Toasts im Café geholt, da meinte meine Nachbarin, nicht Sie, sondern die Möwe neben mir auf dem Autodach (Bild), hätte mein Würstchen gegessen. Vermutlich sah ich sie etwas zu vorwurfsvoll an. Vom Leibesumfang hergesehen fühlte sie sich anscheinend öfters diesen Vedächtigungen ausgesetzt.

 

 

Die Möve fraß mein Würstchen

 

Habe mir in Perth erst das Western Australian Museum vorgenommen mit der grössten Meteoritensammlung, die ich sah. Der grösste Meteor Australiens und 5grösste der Welt war auch dabei. Natürlich Vögel, Schmetterling, Tiersammlungen und Historie zur Besiedlung. weiter eine sehr interessante Abteilung über die Kultur der Aboriginals.

Den Vogel Willi Wagtail, der sich mal von der einen mal von der anderen Seite zeigt, sieht man jetzt sogar in Perth. Er spiegelt sich gern in Autoscheiben. Übrigens habe ich in Perth auch Bekanntschaft mit den Feuerameisen auf einer Bank gemacht. Sie waren überall an meinem Körper. Nachdem eine gebissen hat, animiert deren Duftstoff alle anderen auch zu beissen. Ihr könnt euch vorstellen was los war und wie das gebrannt hat. Seitdem schau ich mir genau an, wo ich mich niederlasse. Viel los ist in den 2 Malls der Stadt. Hay und Murray Mall.

 

Mall Kontraste

 

 

 

 Einen sehr gepflegten  Bahnhof hat Perth. Wie übrigens alles hier sehr gepflegt ist.

 

 

Am Abend haben wir mit Richard einem Engländer mit schlimmem Akzent noch einige Bier getrunken. Danach sprach er noch undeutlicher.
Es war ganz schön was los in Northbridge, dem Amüsierstadtteil der Stadt, in dem auch unser YH steht. Sie tanzen zum Teil auf den Strassen und ziemlich viele sind angetrunken. Na ja, eigentlich fast alle.
Man sieht so gut wie keine Aboriginals, nur eine Gruppe lungert tagsüber im Park herum. Hab mir nen neuen Rucksack gekauft, da der alte aus den Nähten platzt. Weiter einige Opal shops angeschaut, meine neue Leidenschaft.

 

Die Fahrt mit der Fähre nach Rottnest einer Inselsehenswürdigkeit war mir zu teuer. 50$ für eine kleine Hafenfahrt? um die schönsten Strände der gesamten Westküste zu sehen? Den Namen Rattennest, bekam die Insel von seinem Entdecker einem Kapitän, der die kleinen Kurzschwanz Kängurus wohl mit Ratten verwechselte. (Tatsächlich haben diese einzigartigen Tiere nichts mit Ratten gemein! Es sind „quokkas”, Miniaturkängurus ohne langen muskulösen, Schwanz. Aber erst 1830 wurden sie von den französischen Biologen Quoy und Gaimard als Beuteltiere erkannt.)

Morgens geht es weiter nach Geraldtown. Perth ist zwar schön aber auch teuer.

 

Samstag 06.04.


Um 9Uhr Abfahrt. Im Parkhaus forderten sie 37$ Gebühr für 1,5 Tage und eine Nacht. Die Gebühr wurde auf meine Beschwerde hin auf 18$ reduziert. Die Preisauszeichnung war auf Irrtum ausgelegt und nicht eindeutig. Ich hörte, dass schon viele die Preistafel falsch auslegten. Nach einer Drohung einen Anwalt zu beauftragen klappte es.

Bin einmal um Perth herumgefahren bis an den größten Hafen Westaustraliens Fremantle. Eine lebendige kosmopolitische Hafenstadt. Das "St. Tropez" Australiens."Freo" hat einen der schönsten best erhaltensten historischen Stadtkerne. Habe mir den Markt den Bahnhof und die über 100 Jahre alte Town Hall angesehen. Mit der Fähre hätte ich gestern 23$ gezahlt.

 

Perth  eine halbe Stunde weit entfernt. ...

 

Perth am Horizont.

 

Dann an der Küste über Yanchep

 

 

nach Gingin und weiter HW1 durch abwechsungsreiche Landschaften, bis nach Eneabba.

 

 

 

Grasbäume gibt es in ca. 66 Arten in denTrockengebieten. Die Wedel sind extrem hart und spitz. Der immergrüne Grasbaum wird in Australien aufgrund seines schwarzen Stammes auch "Black Boy" genannt. Die Farbe kommt von den Buschfeuern die der Grasbaum im Gegensatz zu dem meisten übrigen Gestrüpp fast unbeschadet übersteht. Grasbäume wachsen ca. 1cm /Jahr.



Dazwischen immer wieder Rinderfarmen. "Stations"  

 

100km vor Geralton, wo ich im Busch übernachte, Temparatur 38Grad. Nachts anfangs 27 bis morgens 18Grad.

 

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