2. Teil - Kingston, Barossa Valley, Adelaide, Flinders Range,Port Augusta,Coober Pedy

 

Landkarte Rundreise

Dienstag 19.03    Kingston
Weiter gings über Nhill und Bordertown,
wo ich zwei jeweils pfannengrosse Steaks für zusammen 5,9$ kaufte, nach Kingston.
Dort sah ich das erste der in Australien überall zu sehenden riesigen Tiermodelle. Hier eine Languste, wofür die Stadt berühmt ist.

 

Wahrzeichen "big lobster"
Kingston

Ich unterhielt mich mit einem 75jährigen, der bereits in 4. Generation von Einwanderen abstammte und wie seine Vorfahren bis zur Einschulung nur deutsch sprach. Erst sein Enkel kann kein deutsch mehr sprechen. Danach gings entlang des Princess Hw und des Coorong NP, wo es massig Vögel zu beobachten gab. Sah einige Pelikane. Das "Birdwatching" hab ich übrigens früh um 7 in der Little Desert heute morgen am Wasserloch schon mal getan.
Hab mich dabei wieder verirrt, aber mit dem Kompass wieder zurückgefunden. Ohne mein um den Kopf gebundenes Fliegennetz wäre es schlimm geworden.
Übernachte jetzt auf dem Zeltplatz in Salt Creek kurz vor Adelaide.

 

Mittwoch, 20.03.    Barossa Valley


Habe mir ein Müsli, wegen der notwendigen Vitamine gemacht, als es plötzlich anfing zu nieseln. Das erste mal. Es dauerte nur ca 5 Min. Das war alles.

Es ging heute von Salt Creek über Murray Bridge, Mannum, Tungkillo, Angostan, nach Taunda und Bethany ins Barossa Valley. Entlang an Wiesen deren Gras lila gefärbt erscheint. Die Grasart nennt sich Pattersons Fluch, weil sie alle anderen Gräser verdrängt und - giftig ist - nur für Schafe nicht.

Hier führten die ersten deutschen Aussiedler den Weinanbau mit Erfolg ein. Norddeutsche wie man mir erzählte. Diese erkannten sofort, dass der fruchtbare Boden mit den leichten Hängen und den vielen Flüssen hier besonders geeignet ist. Und das bei natürlich 350 Sonnentagen/ Jahr. Wen wundert's, das die Weine, wenn gut ausgebaut zu den besten der Welt zählen. Die experimentier freudigen Australier scheuen sich aber auch nicht, eine Sorte mehrmals zu verblenden. Ein Cabernet Sauvignon kann durchaus jeweils fünf Prozent Shiraz und Merlot enthalten, ohne dass dies weiter auf der Flasche angegeben wird.

Man findet noch einige deutsche Speisenamen und hält wieder auf Tradition. Die Landschaft ist gepflegt, wie bei uns an der Weinstrasse. Die Häuser verraten, dass man hier sehr gut verdient.

 

Barossa Valley Villengegend

Habe mir die auch das Eden Valley, ebenfalls ein Weinanbaugebiet, angeschaut. Und mich sehr gut mit einem Australier unterhalten, dessen Vorfahren schon in der 4. Generation hier, alle deutscher Abstammung, leben. Bin wieder auf einen Zeltplatz für 14 AUD, nachdem das YH in Adelaide ausgebucht war.
Habe aber für 2Tage dort reserviert. Am Abend Weinprobe.

 

Weine aus Südost Australien sind auch in Deutschland im kommen und ein Geheimtip.

Rechts der "Kangaroo Hills" aus dem Barossa Valley (Tanuda). Ein feurig kräftiger Wein und wird noch sorgsam in Holzfässern ausgebaut. Rebe Shiraz (Syrah) und Cabernet Sauvignon. Die tief dunkelrote Farbe funkelt wundervoll im Glas.

Der "Forest Hill" und ist fruchtig trocken mit angenehmen Duft und Geschmack der an feine Waldfrüchte erinnert. Rebe Shiraz und Cabernet. Kommt aus Moorabool bei Ballarat.

"Lindemans Bin 50" einer der grossen Exporteure garantiert durch Verschneidung mit Weinen aus den besten südostaustralischen Anbaugebieten immer gleichen Geschmack. Der Bin 50, ein Shiraz ist ein lebendig reifer Wein mit voller Aroma Vielfalt .

 

Donnerstag 21.03.    Adelaide

Frühstück Müsli aus der Tasse. Habe auf dem Weg nach Adalaide noch einen Flohmarkt besucht und mir ein ideal festes Kopfkissen gekauft. Später in einem Supermarkt noch den Bezug. Weiter einen Behälter für meine Sprayflaschen, welche bisher in der Kühlbox waren. Bei 70C im Auto, wenn ich mal weg bin, geht's nicht anders, sonst explodieren die Flaschen. Danach durch den Grosstadtverkehr in die Innenstadt gequält. Das YH dort ist eins der Schönsten, Sie verlangen aber pro Tag noch mal 6$ Parkgebühren. Dann die City angeschaut. Es ist eine kleinere Ausgabe von Melbourne mit weniger Hektik und sehr viel Flair. Adelaide weiss dies, sonst würden mich die Leite nicht mit " Enjoy Adelaid " verabschieden. Ich tue es. Von der Gestaltung wirkt vieles Melbourne nachgemacht. Oder Melbourne hat`s nachgemacht?

Abends ein riesiges T-Bone Steak von frei weidenden Rindern (ohne Hormone) mit Brot und Victoria Bitter. Und danach noch die Hose genäht.

 

Rundle Mall


City Adelaide

 

Freitag 22.03.    Adelaide
Adelaide (benannt nach der deutschen Frau des brit. Königs William IV). Deutsche Auswanderer nennen sie Adelheid. 1Mio Einwohner hat sie. Aber nicht die Hektik wie Melbourne. Aber auch eine Rundle Mall, die an Melbourne erinnert. Es fehlen nur ein paar Wolkenkratzer. Mir allerdings nicht.

 

 

Skyline

 

Torrens River

 

Es wurde grosszügig und weiträumig geplant. Das Museum über Aborigines Culture ist das angeblich beste in der Welt. Verbrachte hier den halben Tag und kann es als absolutes muß empfehlen.
Den Rest des Tages verbrachte ich in der Mall und auf dem Marktplatz, wo es alles billiger gibt. Das 4-Bett Zimmer mit Parkplatz kostete für 2 Nächte 54$. Liegt aber mitten in der Altstadt. War mit einem Engländern und 1Japaner zusammen. Mit dem Engländer habe ich am Abend einige Bier getrunken und versucht mich an den Slang zu gewöhnen. Schlafen war wegen dem Lärm und der Hitze nur mit Ohrstöpseln bei offenem Fenstern möglich.

Habe lang überlegt, ob ich Cangaroo Island besuchen soll. U.a. hätte mich die dort angesiedelte Koala Population schon interessiert. Hätte aber meinen Zeit - und Kostenplan zu sehr durcheinander gebracht. Vielleicht sehe ich welche an der Ostküste, wo sie eigentlich zu Hause sind.

 

Samstag 23.03.    Flinders Range
Bin auf dem Weg in die Flinders Range. Im Auto 37C. Schau mir nun in Port Pirie an.
Ein verschlafenes Provinz Städtchen mit sehr schöne altem viktorianischem Bahnhof hält Siesta.

 

Bahnhof Port Pierie


In einer Apotheke kaufe ich mir Tabletten mit dem Koffeingehalt einer Tasse Kaffee. Nur für den Fall, dass ich am Nachmittag müde werde aber nicht im Wagen schlafen kann, was aus verschiedenen Gründen schon mal vorkommen kann. Heute werde ich mir noch Port Augusta anschauen. Vorhin kam mir ein komplettes Haus als Schwertransport mit Überbreite entgegen.
War zu spät für Port Augusta.
Im Flinders Range NP hatten sie in Wilpena wegen roadworking die Zufahrt gesperrt die zum Camp führte .
Bin 20 km zurückgefahren, den im Guide steht, daß die Motels dort mindestens 60$ nehmen. Als Ausgleich für die Sprit-Mehrkosten hab ich die 6$ Parkgebühr am nächsten Tag vergessen zu zahlen. Sie haben am Eingang einen Automaten.


Habe mir ein ideales wohlschmeckendes Steak gebraten, von Rindern denen ganz bestimmt kein gentechnisch verändertes Futter vorgesetzt wurde. Ein Nachteil von intensiv Stallhaltung, wo Futter billigst sein muss. Der Verbraucher erfährt bei uns nichts davon.

Dann noch mit einem älteren Ehepaar 2 Std am Zeltfeuer unterhalten. Der Abendblick auf die rot sonnenbestrahlten Ausläufer der Berge war ein Naturerlebnis.


 

westl Ausläufer der Flinders Range

Sunset Flinders Range

 

Auf dem Weg ein typisches Billabong.

So heißen hier die Wasserlöcher, welche den Tieren und früher den Aborigines das Überleben in den Trockenzeiten sichern. Auch tiefe Stellen ausgetrockneter Flüsse, aber nicht das gleichnamige Restaurant in Berlin oder eine Markenname in Australien.

Bekannt aus Australiens geheimer Nationalhymne : Once a jolly swagman camped by a billabong under the shade of a coolibah tree. And he sang as he watched and waited till his billy boiled, You'll come a waltzing Matilda with me.

Übersetzt: Ein fröhlicher Wanderarbeiter campierte an einem 'Billabong' (Wasserloch) im Schatten eines Coolibah-Baums (Eukalyptusbaum). Und er sang während er den Kochtopf betrachtete und darauf wartete, daß es kochte: "Geh mit mir auf die Walz (Reise)!"

So 24.03.    Port Augusta
Bin morgens mit etlichen Schwärmen von Papageien, Lorikees und Sorellas aufgeweckt worden. Auf dem Camp ground ist es am schönsten auch wenn man dort mit Moskitos leben muss. Habe heute die Flinder Ranges durchfahren und einige Stellen auch abgelaufen.

 

Flinders Range

 

Ist ein ziemliches kahles Gebiet und etwas höher gelegen. Bei diesen Temperaturen weiß man 5 Grad weniger zu schätzen.

 

Konnte 2x ein Paar Emus beobachten und ziemlich viele Känguruhs.

 

 

Emus in Flinders Range

In Blinman der höchsten Town in SA habe ich einen Kaffee getrunken.
Wollte am Strassenrand Melonen Durchmesser 6cm pflücken. Die Samen hat so ein Verrückter in ganz Australien entlang der Strassen verstreut. Plötzlich bewegte sich das Auto rückwärts und wurde immer schneller konnte gerade noch in vollem Lauf reinspringen, bevor es in den Bush rollte. Dort hätte ich es ohne Hilfe nicht mehr raus bekommen. Für mich war die Strecke eben gewesen, weswegen ich keine Handbremse zog. So kann man sich irren. Habe mir dabei beide Schienbeine an der Wagentür aufgeschürft.

 

Fata Morgana

Hab mich dann noch auf der Suche nach einer Abo Site im Bush auf den roten Sand Feldwegen total verfahren. Bin 2 Std herumgeirrt. Der Plan war einfach zu ungenau. Dann ging's weiter nach Port Augusta. Bei Hungry Jack's (Burger King in Deutschland) dann für 5,45$ ca. 3Euro einen Quarterpounder Pommes mit Coke als Abendessen genossen. Das Campground für 12$ war direkt am Strand gelegen. Hab mal kurz geschwommen. Wasser war nicht so klar. Bin dann im Woolworth shopping gegangen, wegen der dort vorhandenen Klimaanlage. Suche immer noch nach einem Kartoffelscheiber. Danach Auto gewaschen. In ganz Port Augusta gab es nur einen carwash und der war geschlossen.

 

Montag 25.03
Beschloss heute einen Sidestep nach Coober Pedy zu unternehmen, da es dort angeblich sehr schlechtes d. h. "kühles" Wetter mit Temperaturen von 30Grad hatte. D.h. Wolken. Geplant war eigentlich später von Norden her zur Abkühlung über Alice Springs her, Coober Pedy zu besichtigen. Die Fahrt nach Coober Pedy führt entlang riesiger Salzseen, die gerade ausgetrocknet sind.

 

 

Gumtrees mit Büschen, dann nur Büsche, dann nur Gras auf rotem Sand.
In einem Rastplatz haben die 25cm stark den Schotter locker planiert, so dass ich darin fest hing. Eine Touristenfalle. Musste einen Meter frei machen um wieder raus zu kommen.
Vorbei an einem toten Känguru, wo sich ein Adler mit 4 Krähen stritt. Wurde müde und legte mich schlafen.

 


 

 

Man nutzt verzweifelt jedes bisschen Schatten für einen Mittagsschlaf. Dann fuhr ich in die falsche Richtung 1,5Std zurück, weil die Sonne immer noch rechts von mir stand. Die Sonne hatte während ich schlief die Strassenseite gewechselt. Nirgends Wegweiser oder Ortsschilder. Erst als ich nach 520 km auf dem Tageskilometerzähler kein Coober Pedy sah, wurde ich misstrauisch, denn der Sprit ging zu Ende. Drehte um, sah meinen Känguru Kadaver, wo sich jetzt 4 grosse Adler immer noch mit 4 Krähen stritten.

In der Abenddämmerung sah die Landschaft noch berauschender aus. Der Himmel wechselte von rot rosa hellblau bis blau am Horizont und die Bäume und Sträucher zeigten sich in stärkeren Kontrasten mit langen Schatten.
Leider ist es zu gefährlich in der Dämmerung und Nachts zu fahren, da die Tiere dann aktiver sind und es viele Unfälle gibt.

Habe dann ca. 10km vor Coober Pedy auf einem Rastplatz übernachtet, wo ein Gedenkstein für Will Hutchisonerrichtet wurde, der 1915 hier die ersten Opale fand. Er suchte Wasser und fand auch Opale. Eine ganze Zuckertüte voll.

 

Dienstag 26.03.    Coober Pedy

Der Name Coober Pedy kommt aus Arabana Aboriginal Sprache. Die Worte "kupa piti" frei übersetzt bedeuten "weißer Mann im Loch".

Nach einer sehr windigen und kühlen Nacht im Bush mit 2 Flaschen Wasser notdürftig gewaschen, dann Müsli mit Milch und ab.
Fand einen guten, das heißt schattigen Zeltplatz für 2Nächte und 13$/Nacht
ohne Rasen. Konnte meinen Wagen sogar neben einer Sonnenschutzplane etwas unter einem Busch parken.


Mitten in Coober Pedy gibt es einen Hügel ca. 50m hoch.
Auf diesem liegt eine alte Mine mit einer, quasi als Wahrzeichen für CP weithin sichtbaren, riesigen Winde, welche schon einmal durch einen Taifun verbogen und durch eine neue ersetzt wurde. Die Big Winch ist Coober Pedy's prominenteste Landmarke.

Diesen Hügel beschloss ich trotz der Hitze zu besteigen (free climbing) um mir einen Überblick über diese Maulwurf-Hügel Landschaft zu verschaffen.

 

 

In der Mine der Big Winch gab es ein teures Opalgeschäft, mit den herrlichsten fossilen Opalen, allerdings auch zu den herrlichsten Preisen. Studierte die Preise und liess mir einiges über Opale erzählen.

Direkt neben der Big Winch fielen mir einige ca. 10 interessante aus Stahlblech geschweisste Skulpturen auf, die ein Künstler mit sehr eigenwilligem Stil hier postierte.

 

Sahen aus wie riesige Termitenhügel.


Bewunderte die Kunstwerke, die auch an einem exponiertem Platz in einer der grossen australischen Städte hätten stehen können. Aber wahrscheinlichen schaffen dies nur Künstler mit hohem Output und viel Werbung, was heutzutage auch etwas mit Selbstdarstellung zu tun hat. Neben den Skupturen eine Schüssel mit wertlosen Opalresten zum Selbstbedienen. Es sprach mit ein verschmitzt aussehender seit 40 Jahren in Australien lebenden Ungar namens Steven an,der Schöpfer dieser Skulpturen und meinte ich könne mich bedienen. Aber wenn ich bessere Steine wolle, sei das möglich,da er in seiner Mine solche finde. Er zeigte mir die Mine, welche von oben wie ein Brunnen in die Tiefe führte, verdeckt durch ein abschliessbares Gitter. In seinem Haus auf dem Hügel mit herrlichem Blick über Coober Pedy lebt er einige Zeit des Jahres und wenn es zu heiss wird auch in Adelaide. Er zeigte mir einige wassergefüllte Gläser mit Rohopalen drin in Werten von 50, 100 und 150 Dollar (1Dollar ca 0,5Euro) an denen man teilweise es opalisierend schimmernd sehen konnte. Mit Glück und richtiger Schleifkunst könne man seinen Einsatz vervielfachen, aber auch Pech haben, erklärte er mir wieder, mit verschmitzten Lächeln. Ich mochte dieses Lächeln sofort und beschloss das Risko einzugehen und kaufte nach und nach 4 Opale nachdem ich feststellte, daß Steve tatsächlich hervorragende Rohware anbot.
Diese haben wir dann besprochen bezüglich der Erfolgsaussichten, wie sie am besten zu schneiden sind. Beruflich habe ich da einige Erfahrung und kann durchaus mitreden. Habe seinen geschickten Händen zugeschaut, mit ihm einige Kaffee getrunken gegessen und gequatscht. Schweissarbeiten sind neben Opalen sein Hobby. Er ist Werkzeugmacher seit 40 Jahren hier und baute alles, auch sein Haus selbst. Stefan ist ein echter Autodidakt und ein Coober Pedy Original. Aber das muss man wohl auch sein, wenn man hier leben will. Am Abend verabschiedete ich mich und schaute mir auf seine Empfehlung hin noch die Old Timer Mine an, in der alles noch im Originalzustand, natürlich auch für Touristen hergerichtet vorhanden war.

 

Mittwoch, 27.03.
Machte heute eine Besichtigungstour für 26$ mit, welche man mir auf dem Camp Ground empfohlen hatte. Suchten in den Hügeln nach Opalen. Fanden aber alle nichts. Das Material war an der Oberfläche kaum zu lösen und wirkte wie nach Regenfällen zusammengebacken.
Wir besichtigten auch die professionellen Abbaumethoden. Durch dicke Saugleitungen wird aus bis zu 30m tiefe Schächten das opalhaltige Material nach oben befördert. Oben steht der "Blower”, ein Laster auf dessen Ladefläche ein Dieselmotor steht der ein Gebläse antreibt mit dem Opalgestein von leichterem Material getrennt wird. Das Opalgestein wird in den sogenannten Zyklonen getrennt. Leichtere Erde fällt nach unten und Staub wird weggeblasen. Aber auch weniger proffessionell wird gearbeitet. Und immer mit Sprengstoff, den sich fast alle Opalsucher aus Düngemittel usw selbst basteln. Natürlich wird damit gelegentlich auch Unsinn getrieben. Einige Autos sollen damit auch schon als Racheakte in Flugmaschinen umfunktioniert worden sein.

Hier findest Du die Sehenswürdigkeiten wie CP sie vorstellt und Du sie bei der Besichtigung kennenlernst. Weiter eine Stadtkarte.

Danach sah ich mir Opale an und beschloss danach, mir von Stefan 2 Opale anders schleifen zu lassen.
Er hatte Besuch von einem Ungarn und einer Deutschen, ebenfalls seit 40 Jahren in Australien. Sein Besucher fing mit der Hand hinter dem Haus eine Drachen-Eidechse.

 

"Lizard "50cm lang. Drachenechse

Wir unterhielten uns wieder sehr gut, tranken 3 Kaffee und ich genoss den herrlichen Ausblick von seiner Terrasse über die Stadt. Danach schnitt und polierte Steve mir für 10$ 2 Std lang die Steine anders.
Tauschte dann noch mein kleines Schweizer Taschenmesser (Luxusausgabe) gegen 1 schönen Opal ein und einen kleinen als Zugabe.
Diese beiden waren zwar nur Doublets und der grössere hatte einen kleinen Crack, trotzdem waren sie von einem fantastischem Feuer und veränderten ihre Farben je nach Tageszeit und bei Kunstlicht immer wieder anders. Der größere Opal glüht manchmal wie Kohle.
Beschloss die Steine selbst in Ringe zu fassen.

 

 

Verabschiedete mich von Stefan im Wissen einen guten Freund gefunden zu haben und war sehr traurig nun gehen zu müssen. Versprach ihm zu schreiben und ihm mitzuteilen was seine Steine in good old Germany Wert sind.
Glaube er hat mich mit dem Opal Fieber angesteckt.

So leben Opal Freaks in White Cliffs.

Danach wieder ein Riesensteak und mit Martin einem sehr netten Schweizer, der mit einem riesigen Landcruiser unterwegs war. Haben gut bis Mitternacht geplaudert an seinem Tisch. Er gab ein gut gekühltes Bier aus, welches nach meiner Abmagerungs Wasserkur ein absoluter Hochgenuss war und wir unterhielten uns über die Reise und auch tiefsinniges.
Martin hat ungefähr den gleichen Weg wie ich und startete zur gleichen Zeit. Wir werden uns wohl noch einige mal über den Weg laufen?

 

Donnerstag, 28.03.
Habe noch in der Stadt einen gefassten Opal gekauft, der mir schon am ersten Tag durch seine wunderschöne Fassung ins Auge fiel. Der Händler hat meine Kamera Ixus2 (APS Format) für 420Dollar und meine Taschenlampe für 100$ in Zahlung genommen.
Meine angeblich kaputte Nikon Kamera funktioniert nämlich doch , wenn der Zoomzeiger in Mittelstellung ist und die Bilder sind billiger. Wozu brauche ich 3 Kameras. Danach zurück nach Port Augusta und noch für die nächsten Tage bei Woolworth für die Fahrt durch die Nullarbour Plains eingekauft.

Karfreitag, 29.03.    Port Augusta
Ließ in Port Augusta Ölwechsel machen, Luftfilter säubern,
Steuerkette spannen und Kühlerflüssigkeit nachfüllen für nur 70$. Davon kann man bei uns nur träumen.


Dann gings durch viele wechselnde Landschaften über den Eyre Highway nach Poochera, abgebogen nach Streaky Bay und entlang der Küste bis zum Zeltplatz in Smoky Bay bei Ceduna. Dieser war wegen der Ostern Feiertage fast voll .

 

 

 


5 Wochen später wurde hier übrigens ein Profi-Taucher beim Muschel suchen von einem Tiger Hai so schwer verletzt, dass er 2 Tage später im Hospital starb. (Tiger Hai biss ihr den Arm ab.)

Angeblich ist der Tigerhai der gefährlichste Hai in tropischen Gewässern. Ein Hai, das praktisch alles frißt, was ihm begegnet: Schildkröten, Meeressäuger, andere Haie und Rochen. Dem Tiger Hai werden die meisten Haiangriffe auf surfende und schwimmende Menschen zugeschrieben.Tigerhaie verfügen über die wohl perfekteste Zahnstruktur aller Haie. Diese ermöglicht ihnen, zusammen mit ihrer Grösse, nahezu jede Beutetiergruppe erfolgreich zu erlegen. In der "shark attack file" stehen sie an dritter Stelle was ihre Gefährlichkeit angeht.

 

Übrigens ist wirksamste Abwehrmethode: wenn man einen Hai im Wasser sieht - nichts wie raus, aber ohne Geplantsche! und in Ruhe. Doch auch so einsichtige Ratschläge werden nicht immer befolgt. In Florida gab innerhalb einer Woche sieben Angriffe. Alle Opfer waren Surfer, die an einem Wettbewerb teilnahmen. Und obwohl sie die vielen Haie im Wasser sahen, wollten sie nicht raus gehen. Also gab es sieben Opfer, die nicht in die Statistik hätten kommen müssen."

Auch im Mittelmeer gibt es übrigens Haie und Haiangriffe.

Hab mir heute abend 6 Eier mit 2 Zwiebeln und 1 Tomate gebraten. Steak schmeckt zwar besser. Doch Abwechslung muss sein.

 

 

 

 

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