12. Teil - Sydney (Kings Cross Car Market, George Street, Sydney Opera, Harbour Bridge, Rocks, Botanischer Garten, Bondi Beach)
Mittwoch
22.05. Sydney
Weiter bis kurz vor Sydney. Als es mich am letzten Tag mit einem Reifenplatzer
erwischt. Das montierte Reserverad verursachte laute Schleifgeräusche.
Und in einer Tankstelle auf dem Freeway erklärt mir der Mechaniker, die
Felge sei die Ursache,sie gehöre zu einem anderen Modell.
Er könne nicht helfen, da er keine Reifen habe.Wenn er die Reifen besorge
wird's teuer.
Also wage ich es und fahre noch 6km bis zum nächsten Reifenshop und habe
Glück. Nichts geht kaputt und der Preis stimmt auch. Aber für die
geplante Fahrt in die Blue Mountains ging zuviel Zeit verloren. Ich komme
zwar noch bis Richmond aber dann ist dunkel und der Feierabendverkehr
nervt. Zu viele Stops. Also zurück bzw. Richtung Sydney City.

Es ist der Wahnsinn, Sydney abends um 6.30Uhr zur Rush Hour. Wenn man in den
Tunnel zur City fährt, kommen einem von einen Hang hinab auf 5 Spuren,
und man ist selbst auf einer von weiteren 5 Spuren, tausende von Lichter, ein
Lichtermeer, entgegen. Es ist hart, zu so einer Zeit nach Sydney reinzufahren
und dann noch ein Youth Hostel zu suchen. Nicht für jedermanns Nerven geeignet
und besonders hart ohne Beifahrer.
Das YH ist aber Spitze. Bin in einem 4Bettzimmer nur mit Engländern. Aber
man versteht sie nach einiger Zeit in Australien besser. Alle aus London. Ein
schlimmer Akzent. Das YH liegt direkt am Central Station und mit Ohrstöpsel
kann man sogar schlafen.
Donnerstag
23.05.
Morgens um 7 Uhr geht's raus. Mir fällt auf, das alle Mantel tragen mit
Schal und nicht wenige sogar Handschuhe. Ich und andere aus dem YH erkennt man
an kurzen Hemden und einge haben sogar kurze Hosen an. Ich friere nicht. Aber
die Sydneysider sind anscheinend etwa verfroren. Schaue mir als erstes Kings
Cross Car Market an. Es sieht schlecht aus. Jede Menge Verkäufer, ca.
30. Man sieht keine Käufer. Am Wochenende soll es besser werden. Mir schwant
schlimmes. In einer Werkstatt kassiert man für eine Art TÜV 30$ ab,
weil in Kings Cross Market nur geprüfte Wagen verkauft werden dürfen.

Auch fehlerhafte Wagen dürfen verkauft werden, aber das steht dann auf
dem Prüfbericht. Die Garagengebühr, nochmal 40$ für eine Woche.
Die Leute bekommen sogar Würste spendiert. Aber es macht denen wahrscheinlich
in einigen Tagen keinen Spaß mehr im Schatten und kühlen zu sitzen.
Wohl dem, der ein Handy hat. Sie verkaufen dort alles was man zum zelten braucht
fürn Appel und n Ei.
Man erzählt mir in der Hochsaison wäre der Wagen schon am ersten Tag
für den doppelten Preis fort. Jetzt ist hier Winter. Die Australienreisenden
seien schön blöd. Wenn man hier im Sommer fast eingeht und nachts
ohne Klimaanlage nicht schlafen kann kommen sie in Massen. Jetzt ist jedoch
die beste Zeit. Schon 500km nördlich ist man in den Tropen mit Palmen und
darüber hat man sogar subtropisches Klima. Jetzt reist man nicht mehr im,
sondern gegen den Uhrzeigersinn und hat im Norden sogar das übers Jahr
gesehen allerbeste Wetter. Vorher waren die Strassen in der Regenzeit unpassierbar.
Jetzt in der Trockenzeit ist es dort ideal. Wer also nur die nördliche
und m.E. die interesssantere Hälfte des Kontinents sehen möchte, sollte
jetzt in Sydney billig einkaufen und hier starten.
Laufe die

George Street hoch bis zu Sydney Cove und geniesse den
Blick auf die Sydney Opera und die Harbour Bridge,
die im Volksmund nur „Kleiderbügel“ (Coathanger)henannt wird.
Hoch zu klettern wegen des Ausblicks und dafür 160$ zu zahlen habe ich
keine Lust. Zu teuer der unvergleichliche „Harbour View“. Ein
findiger Geschäftsmann machte es möglich, dass Besucher der australischen
Metropole dieses Meisterwerk der Ingenieurkunst besteigen können, bis
zum 134 Meter hohen Scheitelpunkt. Zur Hochsaison startet zwischen sieben Uhr
morgens und sieben Uhr abends alle zehn Minuten eine Tour mit zehn bis zwölf
Personen, die dafür mehr als 100 Euro pro Kopf zahlen.
Doch die Teilnehmer müssen mehr mitbringen als Geld. Ein Alkoholtest ist
obligatorisch, erst danach werden sie in eine Art Astronautenanzug gesteckt,
Fotoapparate oder sonstige Utensilien sind verboten, denn unter den Brückenbesteigern
verlaufen acht Autospuren, zwei Zuggleise und ein Fußgängerweg.
An Händen und Füßen wie Sträflinge an Laufschienen gekettet,
müssen die Teilnehmer erst in einem Simulator üben, bevor sie den
Aufstieg beginnen dürfen. Zum Lohn gibt es einen unvergesslichen Eindruck,
eine Urkunde und ein Foto.

Leider sind die Segel links nicht gesetzt, dafür aber über der Sydney Opera.
Lerne
dort einen Japaner kennen, mit dem ich mich eine Stunde unterhalte. Er
hat an Narren an mir gefressen und will mir dies und jenes zeigen.
Hat in Sydney
ein
halbes Jahr Englisch studiert und will jetzt in 20 Tagen sich den Rest
Australiens ansehen. Frägt mich über alles aus und ist begeistert von dem was
ich ihm erzähle. Morgen will er mich anrufen.
Am Abend gehe ich noch in den 9. Stock des YH. Dort haben sie eine Sauna
(mit Badehose) und einen Swimmingpool.
Freitag
24.05.
Heute regnet es in Strömen oder wie die Engländer sagen cats and dogs.
Beschließe daher heute im Kings Cross Car Market zu bleiben. Vielleicht
klappts, wenn man dabei bleibt. Aber auch heute sind keine Käufer zu sehen.
Es ist wirklich saure Gurken Zeit. Habe meinen Preis von 3900 auf 2700$ runtergenommen
und mich damit nur den Preisen hier unten angepasst.
Wie ich aber feststelle sind auch das nur die gewünschten Preise. Wenn
ein Auto mal verkauft wird, gehen die nochmal kräftig runter. Heute wurden
bis 15Uhr 2 Autos gekauft. Da ist was faul. Das ist eine 4,5 Mil. Stadt. Da
sollte mehr gehen. Mal sehen was am Wochenende läuft. Hier unten in der
Garage gibt es eine Art Subkultur.
Jeder kennt nach einiger Zeit jeden. Hier sieht man sogar Artisten. Es gibt
Ballspiele und Kartenspieler. An den Wänden findet man Erfahrungsberichte
von frustierten Verkäufern, die bis zu 2 Wochen hier verbrachten, weil
sie das Geld brauchten. Heute müssen wir alle unsere Fz zusammenpferchen,
da sie den Platz fürs Wochenende brauchen. Die Tiefgarage in Kings Cross
muss sich selbst unterhalten.
Kings Cross, dieser Stadtteil ist voller Gestrandeter, Fixer, Säufer und
Prostituierten.
Man sieht sogar Besoffene
ohne Unterlage auf dem Gehweg schlafen. Einige laufen daher wie wandelnde
Leichen. Entweder sie haben Aids oder sie
hängen an der Nadel.
Für Jugendliche, die hier ihren Wagen kaufen oder verkaufen ein abschreckendes
Bild. Trotzdem gibt es auch in den Jugendherbergen Marihuana Raucher.
Habe dankend abgelehnt. Trotzdem ist die Herberge hervorragend geführt
und 100 %ig zu empfehlen.
Samstag
24.05.
Der Tag verlief einerseits erfolgreich, da ich meinen Wagen verkaufen konnte
andererseits war der Verkaufspreis nicht nach meinen Vorstellungen. Habe viel
Geld verloren, wenn man bedenkt, das es möglich ist hier einen Kombi für
35$ zu mieten. Andererseits war es eine wertvolle Erfahrung, die Probleme die
man dabei bekommen kann, kennenzulernen.
Für mich war es wichtig aus dieser Tiefgarage rauszukommen und etwas von
Sydney zu sehen. Andere werden wohl noch viele Tage wegen ein paar 100 Euro
hier verbringen. Ich wünsche ihnen viel Glück. Es gibt Leute die zahlen
1000 Euro nur um eine Woche in Sydney zu sein, also verzichte ich auf einen
besseren Preis.

Ein Halbmarathon durch Sydneys für KFZ gesperrte Strassen.
Am Abend
habe ich mich mit Mike noch 2 Std über deutsche und englische
Geschichte unterhalten. Mike verdient sich hier in einer Firma mit der
Verteilung
von Materiallieferungen seinen Urlaub.
Er ist aus London, spricht Oxford Englisch und liest abends sehr viel
Belletristik.
Sein Kollege Paul ist aus Kent und ebenfalls sehr gut zu verstehen.
Sonntag
25.05.
Bin heute früher raus um auf den Rocks Markt zu gehen. Gestern war
er zwar auch aber ich hatte keine Zeit. Heute lässt sich das geniessen.
Aber es war kein Flohmarkt, sondern ein Händlermarkt für Touristen.
Es gab viel zu kaufen, was sonst nirgendwo anders zu finden ist.

z.B riesige Haifischgebisse, Durchmesser 50cm für 850$.
Besondere Marmeladen, Früchtebutter, Extrakte, Heilmittel, Kunsthandwerk
und Schmuck,
Muschelketten, Muschelgürtel, Nüsse, Samen usw.
Danach hab ich mir die Rocks (auch die Wiege der Nation genannt, weil
dort die Besiedlung ihren Anfang nahm) angeschaut mit den Kanonen des ehemaligen
Forts an den

Widerlagern der Harbour Bridge. Die Lager an den Widerlagern sind riesig.
Die Brücke von unten gesehen beeindruckend . Besteigen wollte ich sie nicht,
da mir das die 160$ dafür nicht wert ist. Danach waren die Anlegestellen
für die Hafenrundfahrten dran. Man merkt, dass die Fähren in dieser
Hafenstadt ein reguläres und wichtiges Verkehrsmittel sind.

Direkt daneben das Sydney Opera House. Eigentlich 2 Gebäude im gleichen
Stil.
Die geschwungenen Stahlbetonunterzüge von 2m Stärke sind ebenso beeindruckend,
wie die gewagte Linienführung. Eine Herausforderung auch für jeden
Statiker.

Die Dachhaut ist aus Keramikfliesen, die Hälfte davon glasiert. Die Böden innen sind mit lila Teppichböden ausgelegt.
Es gab gerade ein Konzert. Trotzdem durfte ich für 2 Minuten in
den grossen Konzertraum. Der grösste Konzertsaal den ich bisher sah.
Hier lebt man Kultur. Kein Wunder, das die Sydneysider sagen "Sydney
or the Bush". Die restlichen Räume konnte man alle besichtigen.
Einen Vortrag habe ich mir im Ledersessel sitzend angehört und ein Glas
Sekt für
6$ im Vorraum getrunken. Man gönnt sich ja sonst nichts. Die Preise für
einen Kaffee für 2.5$ sind ebenso wie die Essenpreise überraschend
billig. An Bieren haben sie Foster, Hahn und Stella. Nach Meinung der Bedienung
ist letzteres ein belgisches Bier. Stella trank ich das erste mal 1980 in Ägypten.
Damals gab es dort kein anderes.
Übrigens hier das Ergebnis im Biertest 1 = ekelhaft (Dortmunder Union Export) bis 10 = göttlich (Paulaner Oktoberfest Bier) Na, ja? Des Testers 20tes Bier war wahrscheinlich schlecht.
Herkunftsland: Belgien , Stella Artois
Alkoholgehalt: 5,2 %
Aussehen: goldig
Geruch: malzig
Geschmack: 6
Herbheitsgrad: mild
Fazit: Lecker bei 12° C
Herkunftsland: Ägypten , Stella Lager Beer
Alkoholgehalt: 4,5 %
Aussehen: hell leicht trüb
Geruch: hopfig
Geschmack: 6
Herbheitsgrad: mild
Fazit: sehr unangenehmer Geruch, kann man aber trinken

Überall grosse Fensterfronten, von denen man den

Hafen Sydneys mit Blick auf die Harbourbridge geniessen kann. Es ist überwältigend.
Die Oper ist ein technisches und künstlerisches Meisterwerk. Habe dort
3Std zugebracht.

Blick von der Oper auf Sydney Harbour
Danach ging es in den Botanischen Garten. Alles ist in Sydney riesig, auch dieser Garten.

An Bäumen trumpft auch hier Sydney mit einigen kuriosen Prachtexemplaren
auf, die ich woanders noch nicht sah.
Und immer wieder auch hier der Blick auf den Hafen, die Skyscraper
Skyline und die Harbour Bridge. Sydney hat wirklich eine der schönsten Hafenlagen
der Welt.
Danach noch ein wenig Shopping und dann im YH langliegen. Mit Keith aus Neuseeland 35 Jahre alt und Highschool Abgänger hab ich mich dann auch noch 2 Std unterhalten. Er hat schon als Zimmermann, bei American Express, im Aktienhandel und als Englischlehrer in Japan gearbeit. Aber einen Beruf hat er nicht gelernt. Er sucht jetzt hier für 5 Jahre gut zu verdienen und will sich dann mit einem Geschäft selbstständig machen. Was für ein Geschäft, weiß er noch nicht. Er braucht Abwechslung.
Montag
26.05.
Habe heute in der Stadt einen Telstra shop gesucht und den Vertrag zum 09.06.
gekündigt. Vorher hat man mir noch die Input Outputadresse mitgeteilt.
Aber auch damit konnte ich keinen Internet Zugang mehr bekommen.
Irgendwas ist kaputtgegangen als mir gestern der Nokia Comunicator auf den Boden
fiel. Aber vielleicht ist auch nur der Speicher zu voll. Habe aber noch den
Speicher in der Kamera und somit ca. 20 Bilder frei. Danach nochmals zu Gulf
Air in die George Street 403 im 12 Stock, wo ich mir die Buchung für mein
Hotel in Bahrein abhole. Beschliesse dann das heute herrliche Wetter zu nutzen
und fahre nach
Bondi Beach, dem Hausstrand der Sydneysider. Mit dem Bus eine halbe
Stunde Fahrt. Wegen der Entfernung muss man 2mal entwerten. Der Strand ist
nicht so
gross wie der von Byron Bay aber gut 1km lang und 100m breit. Es kommen sehr
grosse, gleichmässige Wellen rein und so ist es kein Wunder, dass sich
etliche Surfer dort tummeln und auch ein Styropor Boot, auf das man sich
draufsetzt,
sieht man.
Der Besitzer macht seine Sache gut, muss aber trotzdem öfters ins Wasser.
Nach einem ausgiebigen Sonnenbad geht es zum shopping an die Promenade und später
zur Bondi Road, wo am meisten los ist.
Ca. 30m vor dem Badestrand Bondi Beach wird der Engländer Simon Letch beim surfen von einem 3m langen Hai angegriffen. Er konnte sein Surfbrett geistesgegenwärtig zwischen sich und dem Hai manöverieren. Der Hai biss zwei Mal hinein. Es gelang ihm sein Brett aus dem Haimaul zu ziehen und zum Strand zurückzupaddelln. Dort trank er eine Tasse Tee holte sich ein neues Brett und setzte seine bevorzugte Freizeitaktivität an gleicher Stelle fort: "Ich konnte es einem einzelnen Hai nicht zugestehen, mir den schönen Surftag zu verderben", erklärte er. BBC 18.April 2005
Dienstag
27.05.
Heute ist grosser Waschtag und Lesetag. Es regnet in Strömen und ich freue
mich dass ich gestern am Strand war. Nach den vielen Diskussionen abends muss
man auch mal was über die Stadt lesen. Direkt gegenüber von der Jugendherberge
ist ein Büro Hochhaus. In den Büros sieht es chaotisch aus. Nun das
kennen wir ja.
Mittwoch
28. 05.
Früh raus und dann Richtung Darling Harbour. Für den Fisch
Markt, war es schon zu spät. Hab mir daher in Ruhe den Hafen die Geschäfte
angeschaut und einen Kaffee auf der Terrasse des Shopping Centers mit Blick
auf denn Hafen getrunken. Der chinesische Garten wird wohl der gleiche sein
wie in Mannheim. So kann ich mir die Besichtigung sparen. Dann doch noch Fischmarkt,
den es begann zu regnen und diesmal sogar mit Hagel. So beschloss ich ausgiebig
zu speisen.
Für 18$ bekam ich 2 prawns, 5 baby octopus, hier allerdings ziemlich gross,
1 calamaris,1 Pacific oyster roh, 2 Sidney rock oysters und 2 Stück Fisch,
salmon und barramundi mit Pommes. Es war mehr als reichlich. Die Halle füllte
sich. Hauptsächlich Chinesen schwelgen hier mit rohem Fisch und prawns.
Danach erst Bus und dann durch den Regen ins Australian Museum, wo man so ziemlich
alles sehen konnte, wie in den meisten Museen hier. Am Abend noch ein bisschen
shopping, insbesondere T-shirt Suche und dann wieder YH mit den abendlichen
Gesprächen und Diskussionen.
Heute kam ein Australier in unser Dorm, der sich mit Gelegenheitsarbeit als
Maler über Wasser hält und ziemlich nach Bier roch. Im Laufe des
Abends hat er noch 3 Flaschen, verpackt in Tüten, getrunken, obwohl
Alkohol auf den Zimmern
verboten ist. Bin danach noch in die Sauna. Wie in den USA auch hier in Australien
keine nackt Sauna, sondern alle, Männer und Frauen, züchtig in Badeanzügen.
Beteilige mich mit Absicht nicht am Gespräch, da 2 Ausländer gerade wortreich
und auch mit Händen redend Ihre Erlebnisse mit einer Thailänderin
austauschen. Versuche am Dialekt herauszufinden aus welcher Region sie sind,
was mir nicht gelingt. Nur das es Deutsche sind hört man deutlich am Akzent.
Um
23.00
Uhr
wird geschlossen.
Donnerstag 29.05. Abflug Sydney
Hab mein Zeug heute gepackt. Einen ganzen Koffer voll Zeug hat sich mehr
angesammelt als ich am ersten Tag dabei hatte. Keith meint, ich kann
im Zimmer bleiben,
so lang ich will als sein Gast. Was ich natürlich annahm. Bin mittags mit
einem Taxi für 25$ zum Airport und habe dann die Zeit totschlagen, da der
Flug erst um 22.15 Uhr mit der Fluglinie Quantas nach Singapur geht. Den Airport
hatte ich mir größer vorgestellt, nachdem ich das Opernhaus sah.
Für eine 4,5 Millionenstadt ist er etwas mickrig.
Singapur hat größer und aufwendiger gebaut. Aber die Geschäfte
hier in Sydney Airport haben einige T-Shirts, die man sonst nirgends sah und
so kaufe ich noch eins. Schade das die Aboriginal Bilder immer das ganze vordere
T-shirt füllen.
Etwas kleines, dezentes, rechts oder links oder auf dem Rücken habe
ich bei den Abo Arts nicht gefunden. In ganz Sydney immer nur die gleichen
Motive
und Aboriginal Art T-Shirts sind auch immer doppelt so teuer. Als Antwort
bekommt man stets, dass alles in Australien gemacht ist und daher teurer.
Und auch die
Baumwolle ist angeblich teurer.
Beim einchecken bitte ich den Officer von Quantas airlines mir wegen meiner Länge von 1,90m einen Platz mit mehr Beinraum zu besorgen. Das versprach er, hielt es aber nicht. Mußte sogar die halbe Nacht zwischen 2 Passagieren sitzend verbringen. Es war eine Qual. Wenn die vordere Sitzlehne nach hinten geneigt wird, stossen meine Knie an. Kein cm Bewegungsfreiheit, weder seitlich noch vorn. Die Business class hat massenweise Raum und hier geizt man mit ein paar Zentimetern. Bis schließlich sich der Neuseeländer neben mir sich erbarmt und mir seinen Platz am Gang anbietet, so das ich ab und zu ein Bein langstrecken und auch aufstehen und mir die Beine vertreten kann.
Die Konstrukteure dieses
Jumbos und die Besteller soll der Teufel holen und noch mehr dieser Heuchler
von scheiß freundlichem
Einchecker der Quantas Airlines, der mir einen solchen Platz gab. Das
war Absicht.
Er war sehr freundlich und ich auch. Aber wer in englisch sprechenden Ländern
unterwegs ist, muss wissen, dass es auch einige gibt, welche alles was deutsch
ist
grundsätzlich hassen. DEUTSCH-BRITISCHE BEZIEHUNGEN
In der Reihe erzählen mir noch
zwei ältere
Damen, sie wären
sich nicht sicher, ob ich Ausländer bin und wenn, dann tippe man auf
Holländer
oder Skandinavier. Nun, anscheinend hat diesem Idioten mein Pass nicht gefallen.
Diese Menschen sind sich selbst Strafe genug. Man muss ihnen deswegen nicht
das schlechteste
an den Hals wünschen, was ich trotzdem mit ganzem Herzen tat.
Quantas setzt als Bordpersonal
hauptsächlich Männer ein. Ein
ungewohntes Bild. Sie tun sich schwer in einer Art englischen Steifheit.
Butler Gehabe. Unverständlich
ist auch ihr Bedienungssystem. Nicht den Reihen nach, sondern wer anscheinend
am meisten Hunger hat. Die Engländer neben mir ertragen es mit Geduld.
Als ich schon befürchte nichts zu bekommen und es schon 1 Uhr war, erklärt
mir der Nachbar "keine Sorge jeder bekommt was". Das Essen und
das Gewürz
ist ungewohnt. Dazu wird kaum Wasser, aber immer Rot - oder
Weisswein, angeboten.
Die Airline wirkt auf mich etwas snobistisch mit dem Versuch eines Touchs
von elitär und mit etwas vornehm erscheinendem Personal. Ein unnötig
qualvoller Abschluss einer herrlichen Australien Rundfahrt. Und das ausgerechnet
bei Quantas
Airlines - einer australischen Linie -.
Sobald ich höre, dass sowas nicht wieder vorkommt werde ich das lobend hier niederschreiben. Bis dahin mein Urteil für Menschen ab 1,90m Länge -- Quantas Airlines ? Sitzbelegung? Absolut nicht empfehlenswert !!
Ich freue mich auf die Gulf Airline mit Ihren hübschen Stewardessen, die zwar Australien nicht mehr bedient, aber ab Singapur wieder wie gebucht fliegt.
Das es auch anders geht beweist Singapoure Airlines. Mit denen kann man in Rekordzeit in 31 Stunden ca. 3500 km um die Welt fliegen. Das besondere dabei ist der Nonstop Ultra Langstreckenflug von Los Angeles nach Singapoure mit einer Flugdauer von 18 Stunden. Möglich ist dies mit einer umgebauten Boing mit 50% größeren Tanks die ca. 50% mehr Fluzeit erlauben. Das dies bei den beengten Sitzverhältnissen in herkömmlichen Maschinen nur mit Vollnarkose und Kompressionsstrümpfen gehen würde, ohne dass die Passagiere dabei verrückt würden, hat man erkannt.
Also hat man in der Economy-Class auf 40% der Sitze verzichtet und so den Passagiern fast Liegesitz ähnliche Verhältnisse geschaffen. In der Business-Class gibt es natürlich richtige Liegesitze.
Was man wissen sollte über das Economy-Class-Syndrom.
Freitag 30.05. Bahrein - Schweiz des Nahen Ostens.
Hab mich heute morgen ein bischen im Flughafen von Singapur hinter
eine Säule langgelegt, war übermüdet und hatte durch die unbequeme
Sitzlage Rückenschmerzen.
Bei Gulf Air gab man mir einen guten Sitz hinter der Zwischenwand.
Das sind gut 30 cm mehr Beinfreiheit und sowas ist Service. Daher war der
Flug auch der reinste Genuss.
In Bahrein angekommen erwartete uns ein kostenloser Bustransfer ins gleiche
Hotel (Baisan) wie schon beim Hinflug. Und schon, wie damals, abends dann jede
Menge
Musik
mit je eine Band im
ersten
und zweiten Stock. Beides überlagerte sich in der Empfangshalle.
Im 1.Stock wurde zudem Bauchtanz aufgeführt, die Getränkepreise
waren sehr hoch. Die Damen waren alle etwas schwabbelig.
Der zweite Stock war ausschließlich Privat Club Mitgliedern vorbehalten.
Die Damen die auftraten, konnte man am Abend auf einem
grossen Schauglas auf Fotografien begutachten. Tagsüber war dieser
mit einem Vorhang bedeckt.
Habe Harald kennengelernt.
Schreibt Computerprogramme und hat
10 Wochen Australien hinter sich. Waren erst im swimming pool und am abends
zur Seef Mall unterwegs.
Das Taxi ließ sich auf 5 US $ runterhandeln. Am Zielort wollte er dann
aber plötzlich
5 Dinare! Der Dinar sind 3 US $. Wir sagten ihm, als die Diskussion kein Ende
nahm, dass wir jetzt gehen. Entweder er nimmt die 5$ oder er bekommt gar
nichts. Ich reichte ihm die 5$, die er verweigerte. So sparten wir halt 5$,
denn auch bei
der Ankunft und Abfahrt vom Hotel sahen wir ihn nicht mehr. Ein Gebahren,
welches übrigens in fast allen arabischen Ländern einem passieren kann.Habe
sowas in Agypten oft erlebt. Da muss man hart bleiben, sofern man kann. Bei
der Rückfahrt
zum Hotel, wollte der Fahrer übrigens auch 5 Dinare. Wir hatten uns
aber erkundigt. Die Preise lagen zwischen 3,5 und 5 US $. So machten wir
anstalten
weiter zu laufen. Plötzlich wollte er nur noch 8 Dollar. Wir gingen
weiter. Er rief uns nach er fahre für 5$. Also warum nicht gleich.
Das ist schließlich
viel Geld und die Spritpreise legen bei 0,25 Euro.
Das wirklich riesige Einkaufszentrum war übrigens eine Wucht. Sowas exclusives
hatte ich bis dahin noch nicht gesehen und hier auch nicht vermutet. Voll mit
blütenweißen
Gewändern in denen sich Araber versteckten. Alle Geschäfte
mit Waren in den obersten Preisklassen ausgestattet.
Der arme Mann kauft allerdings besser woanders, wahrscheinlich im Basar.
Der Schmuck war vom allerfeinsten. Allerdings nach typisch arabischem Geschmack
alles Gold mit Brillianten total überladen
und zu protzig wirkend.
In der zweiten Etage eine Spiellandschaft, das Größte und auch
in der Ausstattung nach das Beste, was ich bisher sah.
Am Nachmittag, sah ich mir noch allein die Altstadt an, wo in
dieser Gluthitze nur noch die Inder arbeiteten.
Total verschwitzt gab ich nach 1Std. auf und steuerte den Swimming Pool an.
Abflug wie beim Hinflug mit 1Std. Verspätung um 02.15 Uhr, aber das
ist nun mal in Arabien eine vertretbare Spanne Zeit.
Samstag
31.05.
Nachdem ein Schlaf in der ersten Klasse auf dem Fußboden aus Sicherheitsgründen
nicht möglich ist, beendete ich um 07.40 meinen Flug und meine Rundreise
um Australien 7 Stunden lang stehend. Mein Einwand, dass ein Kranker ja auch
liege, wurde mit dem Hinweis auf den Notfall, der hier nicht vorliege abgelehnt.
Leider hatte auch das Bordpersonal keine Schlaftablette. Diese möchte ich
jedem Reisenden dringlichst empfehlen, aber zumindest ein starkes Sedativum,
wenn er über 1,85 m groß ist. Siehe hierzu auch meinen Beitrag Thrombosegefahr
bei Langstreckenflügen .
Übermüdet, aber glücklich mit 15kg weniger Gewicht als
bei der Abreise,
sah ich "good old Germany" wieder.
Wenn man wissen will wie ein Land und Menschen wirklich sind, dannn darf man nicht durch die Gegend hetzen.
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Politik als nackte Wahrheit
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Unterseiten
Der Bundes- Lügenwahlkampf 2009
Zusammenhang: Arbeitslosigkeit und Nebeneinkünfte der Politiker
schlechte Politiker = schlechte Gesetze = Massenarbeitslosigkeit
wir brauchen eine konservative Partei
Die Glaubensfreiheit im Islam heißt Unterwerfung
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EU-Politik - Europäische Union und Arbeitslosigkeit
eine neue Runde des Wettrüstens hat begonnen
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Reisebericht Norwegen
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Rückreise Inari Schweden Haparanda Dänemark
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