Die Pflege von Opalen
Zum Verständnis der Opalpflege.
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Der Opal ist
ein wasserhaltiges Siliziumdioxid (SiO2 .n H2O), seine Struktur
ist amorph nicht kristallin, was
ihn vom Quarz unterscheidet.
Schmuck Opale haben einen Wasseranteil von 2 -9 %, den Sie mit der Zeit bei
unsachgemäßer
Behandlung leicht reduzieren können. Opale mit höherem Wassergehalt
(bis zu 14%) werden in der Regel nicht mehr verarbeitet. Der Brechungsindex ist
abhängig vom Wassergehalt und liegt bei ca. 1,45 (Wasser 1,3). Der Opal enthält
fast immer auch Spurenelemente wie z.B. Eisen,Kupfer,Silber,Nickel,
Kobalt usw. die auch farbgebend wirken können. Das spezifische Gewicht
liegt bei 2,0-2,2.
In Europa wurden auch bis Ende des 19. Jahrhunderts, z. B. hauptsächlich in Ungarn und der Tschechei, Opale abgebaut. Als die Fundorte erschöpft waren, kamen viele für die Schmuckverarbeitung ungeeignete Opale auf den Markt. Diese Opale stammten aus dem Grundwasserbereich und hatten deshalb einen zu hohen Wasseranteil. Sie trockneten an der Luft aus und wurden rissig. Da dies für Leute, die einen solchen Opal für teuer Geld erworben hatten ein Unglück war, bekam er damals ein schlechtes Image. Dies änderte sich als ab 1890 qualitativ hervorragend stabile australische Opale in größeren Mengen auf den europäischen Markt kamen.
Meistens haben Opale den Wassergehalt der Boden Umgebung in der sie gefunden worden sind. Opale werden in unterschiedlichen Härtegraden von 5.5 - 6.5, vergleichbar mit Glas, gefunden. (Mohs'sche Härteskala, max. Härtegrad 10 bei Diamant) Sie sind in der Struktur unterschiedlich hohen inneren Spannungszuständen unterworfen und daher nicht sehr robust gegen äußere Einflüsse, wie Säuren, Laugen, Hitze, Druck und Schlag. Die Härte hängt aber z.T. von der Opalart ab. Innere Spannungen können aber auch bei den Erschütterungen während des Opal-Abbaus entstehen . Diese Spannungen können sich weiter auch durch die Bearbeitung beim Schnitt oder beim polieren, wenn zu schlecht gekühlt wurde, aufbauen, da der Stein nicht gleichmässig schnell erwärmt wird.
Die Opale der Edelstein (Gem) Klasse sollten daher nach dem Abbau vor dem Schneiden (cut) erst einige Monate abgelagert werden, bis sich der neue Wassergehalt etabliert und der Opal sich stabilisiert hat. Auch die Politur sollte, jedenfalls bei sehr teuren Opalen, erst einige Wochen nach dem Schneiden (cut) erfolgen.
In letzter
Zeit lässt
man gegenüber früher vermehrt einen Teil des natürlichen Basisgestein
(Potch) als Opalboden stehen. Dies gibt dem Opal zusätzliche Stabilität
und mehr Festigkeit, da Basisgestein einen homogeneren Aufbau hat. Auch als
Echtheits "Zertifikat" taugt so ein Rest Basisgestein. Je nach Härte
des Umgebungsgesteins erhöht sich auch die Haltbarkeit gegen Stösse
und Schläge. Dem Boulder ,verbunden und gefunden im (Ironstone) Eisengestein,
wird daher allgemein die höchste Haltbarkeit nachgesagt.
Auch hochfrequente Erschütterungen, wie sie zum Beispiel bei der Ultraschallreinigung
von Schmuck verwendet wird, sind Gift für Opale
Durch den Wassergehalt bedingt
sollten die Opale daher keiner Hitze und auch keiner länger einwirkenden
Wärme über 70 Grad ausgesetzt werden. Innere Spannungen würden
entstehen oder sich vermehren und können schlimmstenfalls zu Rissen und
Sprüngen führen, was den Stein zerstört oder im Wert reduziert.
Am wohlsten fühlt sich daher der Stein bei nicht zu niedriger Umgebungsfeuchtigkeit
und normaler Umgebungstemperatur.
Je nach Struktur des Steins kann sich der Opal bei Feuchtigkeitszufuhr so
mehr oder weniger wieder regelrecht aufladen und an Aussehen gewinnen.
Abhängig
von der Struktur des Opals hat man damit beste Ergebnisse bis hin zu gar keinen.
Eine mehrtägige Kur im Wasserbad 1x/ Jahr wirkt daher öfters Wunder.
Aber auch kürzere Zeiträume pflegen. Wie oft es notwendig ist sollte
der Besitzer des Schmucks entscheiden.
Den Opal behandelt man wie Perlen. Auch echte Perlen wiesen einen Wasseranteil von 2-3 % auf. Beide lagert man am besten in Material, welches keine Feuchtigkeit aufnimmt, wie zum Beispiel Seidenpapier oder Lederlappen. Auf keinen Fall sollte man ihn in Baumwolle Tüchern oder Watte aufbewahren.
Opale sollten wegen der Restfeuchte jeglicher starker langandauernder Erwärmung
wie z.B. durch direkter Sonnenbestrahlung, starke Spot Lampen und dem aufgeheizten
Wageninnern im Sommer nicht zu lange ausgesetzt werden. Ein paar Std. machen
jedenfalls nichts.
Ebenso mag der Opal keine plötzlichen Temperatursprünge. Z.B. Hände
waschen im heissem Wasser.
Weiter ist jeder Stein,
auch der Opal, gegen Lösungsmittel,Säuren und Laugen nicht unempfindlich.
Diese greifen die Oberfläche und bei feinsten Rissen auch das innere des
Opals an. Steter Tropfen höhlt den Stein heißt es. Und auch der Opal
kann dadurch an Brillianz und opalisieren verlieren.
Säuren, Laugen und Lösungsmittel finden sich im Make-Up in Parfüm
in Haarspray in Seife und im Hautschweiss.
Fette und Öle tun einem Opal aber in den meisten Fällen nichts, denn
diese verfestigte Erscheinungsform der Kieselsäure ist chemisch recht unempfindlich.
Trotzdem empfielt es sich ab und zu mit klarem lauwarmem Wasser abbürsten
um einem ermatten vorzubeugen, sonst muss evtl. irgendwann doch einmal nachpoliert
werden.
Bei stark verunreinigtem Schmuck kann man ein mildes Spülmittel zugeben, sollte dann aber mit klarem Wasser nachspülen und mit weichem Tuch abtrocknen.
Ein Opal fühlt sich am sich am wohlsten, wenn er getragen wird. Die Besitzerin übrigens auch.
Der Opal erhält dadurch ständig etwas Hautfeuchtigkeit und Hautfett und man hat bei sachgerechter Pflege lebenslang Freude an ihm.
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